Finaleinzug: SVV Plauen schafft Sensation

Völlig überraschend spielte sich die erste Mannschaft des SVV Plauen in das Finale des Ostdeutschen Wasserballpokals. In einer hochdramatischen Partie bezwangen die Schützlinge von Trainer Jörg Neubauer die zweite Mannschaft des Bundesligisten OSC Potsdam mit 7:8.

Mit gemischten Gefühlen schnürten die Plauener vor Spielbeginn ihre Badehosen da sie mit einem stark dezimierten Mannschaftskader nach Potsdam fahren mussten. Im Vorfeld entschuldigten sich schon die Stammspieler Rick Thiele und Alexander Wunderlich. Doch als am Freitagabend auch noch Kapitän Mario Witz und Christian Unger aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten, nahm das Personalproblem im SVV- Team ungeahnte Ausmaße an. Mit zehn Spielern, wovon zwei Torhüter waren, stiegen die Plauener ins Wasser um irgendwie gegen den OSC zu bestehen.

Die Gastgeber setzten ihr Team aus Jugendspielern und Bundesliga- Reservisten zusammen. Neubauer beschreibt: „ Wir wollten ruhig beginnen um Kräfte zu sparen und gegen die Potsdamer ins Spiel zu finden.“ Das gelang den Plauener, die Verteidigung war von Anfang an hell wach und fing sämtliche Potsdamer Torversuche ab. Somit stand es nach dem ersten Viertel nur 1:1 und die Gäste merken, dass sie in dieser Partie den Sieg holen können. Auch im zweiten viertel machte sich die konsequente Verteidigungsarbeit der Plauener bemerkbar. In der Offensive hielten die Gäste mit. Es stand zur Pause 3:2.

Im dritten Viertel schlug die Stunde des Plauener Kapitäns Stephan Roßner. In diesen acht Minuten schoss er sein Team mit drei Treffern in Folge in Führung. Mit 4:5 gingen die Jungs von Coach Neubauer in die letzte Pause. Keiner wollte sich den Sieg nunmehr nehmen lassen und alle starteten hochmotiviert in den letzten und entscheidenden Spielabschnitt. Schon in der gesamten Begegnung waren die Plauener in Überzahlsituationen sehr sicher. Die meisten Tore fielen nach einem Ausschlussfehler der Potsdamer. Im vierten Viertel riskierten die Plauener Verteidiger zu viel und ließen zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich zum 7:7 zu. Nun ging der offene Schlagabtausch in die letzten Minuten.

Als noch 1:41 auf der Uhr stand setzte Alexander Kaminke seinen Centerspieler Felix Üblacker mit einem geschickten Zuspiel gekonnt in Szene, Üblacker machte den Siegtreffer. Nun mussten die Gäste alles daran setzten diesen Vorsprung zu halten. In der nervenaufreibenden Schlussphase war auf Torwart Franz Koß verlass. Er verhinderte mehrmals den Potsdamer Ausgleich und war maßgeblich am Sieg beteiligt. Nun warten die Plauener auf ihren Finalgegner der am 16.5 2009 zwischen der SG Wasserball Dresden und dem SC Wedding II ermittelt wird.

In der Liga können sich die Plauener schon nächste Woche auf die Dresdner einstellen. Am Samstag kämpfen die Teams um wichtige Punkte. (few)

2009-05-03

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