- Montag, 20 April 2026, 11:03 Uhr | Lesezeit ca. 2 Min.
Festnahme in Plauen: Mutmaßliches IS-Mitglied in Haft
Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Islamischer Staat“
In Plauen, Chemnitz und Leipzig sind drei irakische Staatsbürger festgenommen worden, gegen die wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« ermittelt wird. Die Maßnahmen gehen auf Ermittlungen der Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zurück. In allen drei Fällen wurden auch technische Geräte sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

Ermittlungen in Chemnitz und Leipzig
Die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden ließ in Chemnitz und Leipzig zwei irakische Staatsbürger im Alter von 40 und 43 Jahren festnehmen. Die Einsätze wurden durch das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen umgesetzt. Grundlage waren Haftbefehle des Oberlandesgerichts Dresden.
Den beiden Beschuldigten wird vorgeworfen, im Ausland Mitglieder der terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« gewesen zu sein. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand sollen sie in verschiedenen Kampfverbänden der Organisation als Kämpfer tätig gewesen sein. Dem 40-Jährigen wird dies für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2016 zur Last gelegt. Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, von Juni 2014 bis September 2016 für die Terrororganisation tätig gewesen zu sein. Beide sollen dafür monatlich entlohnt worden sein.
Bei den Durchsuchungen in Chemnitz und Leipzig wurden insgesamt zehn Mobiltelefone, zwei Laptops, zwei Tablets sowie verschiedene Speichermedien sichergestellt.
Bereits zuvor Zugriff in Plauen
Schon zuvor war es im Stadtgebiet von Plauen zu einem weiteren Zugriff gekommen. Dort wurde ein 26-jähriger irakischer Staatsbürger durchsucht und festgenommen. Auch in diesem Fall lag ein Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden vor. Der Ermittlungsrichter setzte den Haftbefehl noch am selben Tag in Vollzug.
Dem Beschuldigten aus Plauen wird ebenfalls die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung »Islamischer Staat« vorgeworfen. Ihm legen die Ermittler zur Last, im Zeitraum von Januar 2016 bis Mai 2017 als Kämpfer tätig gewesen zu sein. Auch er soll dafür entlohnt worden sein.
Bei der Durchsuchung in Plauen wurden laut den Ermittlungsbehörden ein Mobiltelefon, ein Tablet und weitere Speichermedien sichergestellt.
Auswertung der Datenträger läuft weiter
Die Ermittlungen in allen drei Fällen dauern an. Nach Angaben der Behörden steht insbesondere die Auswertung der sichergestellten technischen Asservate noch aus. Diese soll nun weiteren Aufschluss über die Vorwürfe und mögliche Verbindungen liefern.







