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Des Landrats liebstes Kind?

Kolumne

Mittlerweile kennt ihn jeder Plauener. Spätestens seit unsere Stadt die Kreisfreiheit verlor, ist der vogtländische Landrat Dr. Tassilo Lenk für jeden Spitzenstädter ein Begriff. Es gilt sich mit ihm zu arrangieren, denn in seinem Entscheidungsbereich liegen nun viele ehemalige Plauener Befugnisse. Egal ob Abfallentsorgung oder Sozialamt, so manche Angelegenheit landet jetzt auf dem Bürotisch des Adorfers.

 

Dass der Landrat nicht immer ein Fan der Vogtlandmetropole ist, zeigte er unlängst in der leidigen Diskussion um den Standort eines neuen Landratsamtes. Immer wieder wurde das Thema von der Tagesordnung der Kreistagssitzungen genommen. Gerne würden die Plauener das ehemalige Horten-Warenhaus im Zentrum der City in einen Behördentempel umfunktionieren. Wenn man von Lenk diesbezüglich klare Aussagen erwartet, Fehlanzeige.

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Doch auch ein anderes Szenario spiegelt das Verhältnis zwischen Landrat und Spitzenstadt wieder.

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Die Stadt Plauen muss im Zuge der Verwaltungsreform die Zuständigkeit für beide Berufsschulzentren abgeben. Demzufolge sollte ein „Verkauf“ an den Vogtlandkreis stattfinden. Die Plauener Stadtverwaltung und OB Ralf Oberdorfer boten die beiden Schulen zum niedrigsten Preis, sprich ausschließlich den ursprünglichen Grundbaukosten, an. Eine faire Geste sollte man meinen. Doch auch das war dem Landrat noch zu teuer. Folglich beauftragte er einen unabhängigen Gutachter zur Bewertung der Gebäude. Dieser stellte nun fest, dass der Wert der Gebäude höher ist, als der von der Stadt Plauen geforderte Niedrigpreis. Sofort war Dr. Lenk bereit den ursprünglichen Preis der Plauener Verwaltung zu zahlen…

 

2009-05-27

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