Betriebshof als Lebensversicherung?

Kolumne

Nach mehrjähriger Bauzeit wurde der neue Betriebshof der Plauener Straßenbahn in diesen Tagen fertig gestellt. Mit rund 15 Millionen Euro Baukosten wirkt das Vorhaben wie ein Mammutprojekt. Neben dem herkömmlichen Nutzen scheint ein weiterer entscheidender Vorteil mit dem neuen Areal einher zu gehen.

 

Denn die Straßenbahn war in ihrem Bestand in den letzten Jahren nicht sicher. Nach der Kreisreform willigte der Landkreis einer finanziellen Zuschussbeteiligung ein. Trotzdem ist die Tram natürlich mit den sich verändernden Haushaltseinnahmen ein Wackelkandidat. Doch ein Einstampfen des Schienennahverkehrs nachdem Millionen von Steuermitteln in ein neues Unternehmensschmuckstück geflossen sind, erscheint gleichfalls unrealistisch.

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Dennoch wird das Thema Straßenbahn aller Voraussicht nach, die Kommunalparlamente und auch die Bürgerschaft im Allgemeinen weiter beschäftigen. Zurzeit stehen 8 Millionen Fahrten pro Jahr zu Buche. Folglich wird ein großer Teil aus den Einnahmen selbst finanziert. Aber wie sich die Fahrgastzahlen künftig entwickeln, das kann heute noch niemand voraussagen und einzig und allein mit der langen Tradition der Bahn als Pfund zu wuchern, wird nicht der Weg sein.

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2010-03-24

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