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So erkennst du einen gepflegten Gebrauchtwagen

Checks und Kontrollen sind unerlässlich

Der Gebrauchtwagenmarkt kann besonders für unerfahrene Käufer schnell unübersichtlich werden. Es gibt Angebote, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, und oft steckt der Teufel im Detail. Vor allem für Leute, die sich nicht so gut mit Autos auskennen, ist der Kauf eines Gebrauchtwagens deshalb oft mit Risiken verbunden.

Verschiedene Gebrauchtwagen in einem Verkaufsraum ausgestellt
So erkennst du einen gepflegten Gebrauchtwagen. Foto: envato.com

Um diese Risiken zu minimieren und Fehlinvestitionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass jeder Gebrauchtwagen vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen wird. Entscheidend ist deshalb, bei der Besichtigung nicht nur auf den äußeren Eindruck zu achten, sondern auch Wartungshistorie, Fahrzeugdaten und Unterlagen sorgfältig zu prüfen. 

Der erste Eindruck zählt, ist aber nicht alles

Zu Beginn solltest du auf die optischen Eindrücke achten. Hier geht es nicht nur darum, wie das Auto selbst auf dich wirkt, sondern auch, welchen Eindruck du von der Gesamtsituation hast. Wie tritt der Verkäufer oder Händler auf? Fühlst du dich dort wohl? In welchem Zustand sind die anderen Autos auf dem Hof? Nicht nur das zu besichtigende Auto selbst, sondern auch die Umgebung können dir bereits viel über die Seriosität des Angebots verraten.

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Bei der ersten Besichtigung des Gebrauchtwagens selbst solltest du zunächst auf den Zustand des Lacks und der Karosserie achten. Fallen dir hier Dellen oder Kratzer auf? Entdeckst du Anzeichen für frühere Reparaturen? Achte hier auch besonders auf Auffälligkeiten, die in der Anzeige oder während des Gesprächs vor Ort nicht erwähnt wurden. Außerdem solltest du den Reifenverschleiß überprüfen, da ungleichmäßig abgefahrene Reifen auf Probleme hinweisen können. 

Achte insgesamt auf Anzeichen für einen sorgfältigen Umgang mit dem Fahrzeug. Ein gepflegter Gesamtzustand kann darauf hindeuten, dass der Vorbesitzer das Auto regelmäßig gewartet und gut behandelt hat. Dazu gehört auch ein genauer Blick in den Innenraum. Hier erkennst du unter anderem an Geruch und Optik, ob der Innenraum regelmäßig gereinigt wurde und ob es sich zum Beispiel um ein Raucherfahrzeug handelt.

Wartungshistorie und Serviceunterlagen prüfen

Zusätzlich zum rein optischen Eindruck kann dir auch die Wartungshistorie eines Gebrauchtwagens viel über seinen tatsächlichen Zustand verraten. Eine lückenlose und nachvollziehbare Historie kann dir dabei helfen, böse Überraschungen zu vermeiden. Deshalb solltest du vor dem Kauf immer alle vorhandenen Unterlagen des Gebrauchtwagens prüfen. Dazu gehören:

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  • Serviceheft: Überprüfe das Serviceheft und achte darauf, ob die Wartungen regelmäßig eingetragen und dokumentiert wurden. 
  • Rechnungen: Lass dir vorhandene Reparatur- und Wartungsrechnungen zeigen. Sie geben dir einen guten Überblick darüber, welche Arbeiten bereits durchgeführt wurden. 
  • Regelmäßige Wartung: Achte darauf, dass das Fahrzeug regelmäßig gewartet wurde. Ölwechsel, Bremsen oder andere wichtige Wartungsarbeiten sollten in den empfohlenen Intervallen erfolgt sein. 
  • Kilometerstand: Vergleiche den aktuellen Kilometerstand mit den Angaben in den Unterlagen. Unstimmigkeiten können auf eine Manipulation hinweisen. 
  • Vorbesitzer: Informiere dich darüber, wie viele Vorbesitzer das Auto hatte und wie es genutzt wurde. Entscheidender als die Anzahl der Besitzer ist jedoch eine nachvollziehbare Fahrzeug- und Wartungshistorie. 

Das Fahrzeug gründlich durchchecken

Bevor du dich für einen Gebrauchtwagen entscheidest, solltest du das Fahrzeug auch einer technischen Prüfung und Probefahrt unterziehen. Selbst wenn das Auto auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht, können sich wichtige Mängel an Stellen verstecken, die nicht sofort auffallen. Nimm dir deshalb ausreichend Zeit und prüfe folgende Punkte:

  • Motorraum: Schau dir den Motorraum genau an und achte auf Öl- oder Kühlmittelspuren sowie ungewöhnliche Verschmutzungen. 
  • Fahrwerk: Überprüfe das Fahrwerk auf ungewöhnliche Geräusche oder sichtbare Schäden. Beim Fahren sollte das Auto stabil und kontrolliert reagieren. 
  • Bremsen: Teste die Bremsen vorsichtig und achte darauf, ob das Fahrzeug gleichmäßig bremst. Vibrationen oder ungewöhnliche Geräusche können auf Probleme hinweisen. 
  • Elektronik: Prüfe alle elektrischen Funktionen, darunter Licht, Klimaanlage, Fensterheber, Infotainment und Assistenzsysteme. 
Ein Kfz-Mechatroniker untersucht mit LED-Lampe den Motorinnenraum eines Fahrzeuges
Der erste Eindruck zählt, ist aber nicht alles vorallem im Motorinnenraum. Foto: envato.com

Um diese Aspekte ausreichend zu testen, ist eine ausgiebige Probefahrt besonders wichtig. Achte dabei auf ungewöhnliche Geräusche, ein unruhiges Fahrverhalten oder Probleme beim Schalten. Solltest du dich selbst nicht so gut mit Autos auskennen, kann es hilfreich sein, eine vertraute Person mit etwas mehr Fachkenntnissen mitzunehmen.

Wenn du dir dennoch unsicher bist, kann sich auch eine externe professionelle Fahrzeugprüfung und Beratung lohnen. Ein unabhängiger Experte könnte Mängel erkennen, die dir bei der eigenen Kontrolle möglicherweise entgehen.

Warum du immer die Fahrzeugdaten prüfen solltest

Beim Gebrauchtwagenkauf solltest du die angegebenen Fahrzeugdaten immer kritisch hinterfragen und sorgfältig überprüfen. Die Fahrgestellnummer (VIN) ist dabei besonders wichtig, da sie eine eindeutige Identifikation des Fahrzeugs ermöglicht. Vergleiche die VIN mit den Angaben in den Fahrzeugpapieren und achte darauf, dass alle Dokumente zum Fahrzeug passen. 

Mithilfe der VIN können in externen Datenbanken außerdem Informationen zur Fahrzeughistorie abgerufen und sofern verfügbar Angaben zu früheren Schäden oder Reparaturen mit den vorhandenen Daten abgeglichen werden.

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Wenn du beispielsweise einen gebrauchten Ford in Betracht ziehst, kannst du mit einem Ford VIN Decoder zusätzliche Informationen zum Fahrzeug anhand der Fahrgestellnummer einsehen und diese mit den Angaben des Verkäufers vergleichen. Dadurch kannst du die Angaben des Verkäufers besser einordnen und mögliche Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen.

Die letzten Checks vor dem Kaufvertrag

Nachdem du das Fahrzeug mithilfe der Punkte in diesem Artikel sowohl optisch als auch technisch sorgfältig geprüft hast, kommst du dem Kauf immer näher. Damit nun auch auf der Zielgeraden alles glatt läuft, haben wir noch ein paar Tipps gesammelt, die du vor dem Kauf bedenken solltest:

  • Eigentumsnachweise: Überprüfe, ob alle Eigentums- und Fahrzeugdokumente vollständig sind und die Angaben mit dem Fahrzeug übereinstimmen. 
  • Kaufvertrag: Lies dir den Kaufvertrag sorgfältig durch und stelle sicher, dass der Kaufpreis, der Fahrzeugzustand und alle wichtigen Vereinbarungen korrekt festgehalten sind. 
  • Zahlung: Kläre vorab, wann und auf welche Weise die Zahlung erfolgen soll. Bewahre außerdem einen Zahlungsnachweis auf. 
  • Keine übereilten Entscheidungen: Lass dich beim Autokauf nicht unter Druck setzen. Nimm dir genügend Zeit, alle Unterlagen und Informationen zu prüfen und triff deine Entscheidung erst, wenn du dir wirklich sicher bist.
Eine geöffnete Motorhaube in einer Kfz-Werkstatt. Im Hintergrund steht ein großes Fahrzeug.
Letzte Checks vor dem Kaufvertrag sind essentiell. Foto: envato.com

Fazit

Besonders auf dem aktuellen Gebrauchtwagenmarkt ist der Kauf eines Fahrzeugs teilweise mit hohen Kosten verbunden und somit eine Investition, die gut überlegt sein sollte. Wenn du einen Gebrauchtwagen kaufen möchtest, solltest du diesen deshalb vorher immer genau unter die Lupe nehmen. Dazu gehören nicht nur optische und technische Checks, sondern auch die Kontrolle aller vorhandenen Unterlagen und der VIN. 

Nimm dir deshalb ausreichend Zeit für die Besichtigung und Probefahrt, stelle dem Verkäufer gezielte Fragen und triff deine Entscheidung erst, wenn du alle wichtigen Informationen gesammelt hast. So kannst du besser einschätzen, ob das Fahrzeug tatsächlich zu deinen Vorstellungen und deinem Budget passt.

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