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Gaming in Sachsen – die Branche wächst

Computerspiele sind schon eine ganze Weile auf dem Markt, doch lange Zeit wurden sie eher als Nischenphänomen wahrgenommen. Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Industrie, die sich mit der Entwicklung, dem Vertrieb und dem Besprechen von „Games“ auseinandersetzt. Die Branche gewinnt auch in Sachsen zunehmend an Bedeutung.

Die Entwicklung der sächsischen Wirtschaft ist solide, berichtete die IHK und bezog sich dabei auf regionale Branchen wie Bauwirtschaft, Einzel- und Großhandel sowie das Verkehrsgewerbe. Doch auch in der Kreativwirtschaft kann man zufrieden sein. So wurde in diesem Jahr wieder die Design-Messe „Schau auf Design“ in Plauen veranstaltet und in Leipzig zu Beginn des Jahres zum ersten Mal in Deutschland das „Dreamhack“-Festival, das größte digitale Festival der Welt. Dreamhack steht für den Vormarsch und die Weiterentwicklung der Computerspiele-Industrie, einer bisher zwar überschaubaren, aber wachsenden Branche.

Das Dreamhack-Festival kommt ursprünglich aus Schweden und wird dort bereits seit 1994 begangen. Laut dem Guinness-Buch der Rekorde wird im Zuge des Festivals die größte LAN-Party der Welt gefeiert, also ein Computerspiel-Turnier, bei dem die Spieler jeweils an einem eigenen Rechner in einem Spiel gegeneinander antreten. Wurden für LAN-Partys in den 90er-Jahren noch kistenweise Kabel geschleppt und miteinander verbunden, funktioniert das heute über WLAN-Verbindungen, die um ein vielfaches schneller große Datenmengen transportieren können als die übliche, im Haushalt eingesetzte kabellose Übertragung. In Schweden arbeitet man dafür mit dem Mobilfunkanbieter Telia zusammen. Nun ist das Festival auch nach Deutschland gekommen, wo es von 12.000 Besucherinnen und Besuchern euphorisch angenommen wurde. Das gelungene Event soll im nächsten Jahr wiederholt und laut Messechef Markus Geisenberger einen „festen Platz als Winterspiele der Gaming-Szene“ einnehmen.

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Der weltweite Umsatz mit Gaming-Turnieren („eSports“), an denen professionelle Teilnehmer gegeneinander antreten, wird auf 750 Millionen Dollar geschätzt. „Die Preisgelder für erfolgreiche Teams haben bei den größten Turnieren längst Millionenhöhe erreicht“, berichtet der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware und plädiert für die Anerkennung von eSports als reguläre Sportart.

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In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten in der Gaming-Branche und in den angrenzenden Bereichen im vergangenen Jahr um vier Prozent an. Hierzulande würde die Entwicklung von Computerspielen nicht gezielt genug gefördert werden, bemängeln einige Branchenvertreter. So hat Deutschland derzeit nur einen geringen Anteil am internationalen Markt, meint der Geschäftsführer des BIU Maximilian Schenk.

Besonders für die Bereiche „Mobile Gaming“ und „Online Gaming“ besteht noch Wachstumspotenzial. Hier werden Spiele für den Browser und Anwendungen für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets entwickelt. In Deutschland wandelt sich langsam das Bewusstsein für so genannte „Ballerspiele“. In Schweden, der Heimat des „Dreamhack“, hat man bereits ein positives Bild gewinnen können. Hier hat das Gesundheitsministerium in einer Studie die Auswirkungen von Computerspielen untersucht. Demnach fördern auch Kriegs- und Panzerspiele, wie man sie auf browsergames.de und anderen Seiten herunterladen kann, die Team- und Reaktionsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler. Somit besteht ein weiterer Grund, die Gaming-Industrie gezielt zu unterstützen.

2016-06-13

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