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SVV Plauen sichert sich erstmals die Meisterschaft

 

Meisterstück für Wasserballer

Nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr gelang Trainer Jörg Neubauer und seinen Jungs nun das Meisterstück. Nach zwei packenden Spielen in Berlin machten die Plauener die ostdeutsche Wasserballmeisterschaft einen Spieltag vor Schluss perfekt. Mit einem knappen 7:6-Sieg (1:2; 3:0; 1:3; 2:1) gegen die SG Neukölln II und einem nicht weniger spannenden 11:9 – Erfolg ( 3:3; 5:2; 3:1; 0:3) gegen die Wasserfreunde Spandau 04 II bewies die Mannschaft rund um Kapitän Stephan Roßner ihre ganze Klasse.

Mission Titel begann am Samstag Nachmittag im Berliner Stadtteil Neukölln. Die Vogtländer traten gegen die Reservemannschaft der SG Neukölln im vereinseigenen Freibad an. Zwei Tage zuvor setzte Trainer Jörg Neubauer noch eine Freiwassereinheit im Freibad Preißelpöhl an, um seine Jungs optimal auf die Gegebenheiten außerhalb der Schwimmhalle einzustellen.

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Die Partie wurde um 17:30 Uhr von den Unparteiischen angepfiffen und begann vielversprechend. Beide Mannschaften fanden gut ins Spiel. Nach den ersten acht Minuten lagen die Plauener 2:1 in Führung. Die Gastgeber konnten auf 2:2 ausgleichen, sodass sich ein offener Schlagabtausch ankündigte. Coach Neubauer beschreibt: „Wir konnten unser Spiel nicht so aufziehen wie wir es gegen Neukölln wollten. Die Verteidigung stand in den meisten Fällen recht sicher, aber in der Offensive waren wir zu oft unkonzentriert und vergaben zu viele Chancen.” Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gäste einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten, mussten diesen aber durch zwei Unterzahlsituationen wieder hergeben. Somit war im letzten Viertel beim Stand von 5:5 alles offen. Trotz drei kräftezehrender Spielabschnitte mussten nun beide Teams ihre letzten Reserven mobilisieren um die Begegnung für sich zu entscheiden. Zwei Minuten vor Schluss schossen die Gastgeber den 6:6 Ausgleich und die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Als noch 10 Sekunden auf der Uhr standen war es Centerspieler Felix Üblacker, der nach einem platzierten Anspiel von Jan Hänel den Siegtreffer markierte. Die Plauener überzeugten erneut mit ihrem Kampfgeist und holten gegen eine starke Neuköllner Mannschaft die wichtigen Punkte. Neubauer beschreibt: “Die Neuköllner haben uns im gesamten Spiel stark gefordert. Wir hatten einige Defiziente im Abschluss und in der Abwehr einige Probleme bei der Zuordnung. Diese Schwachstellen mussten wir bis zum Spiel gegen Spandau abstellen.“

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Dieses Spiel gegen Spandau wurde am Sonntagmorgen 9.00 Uhr im Olympiapark angepfiffen. Ähnlich wie die Neuköllner am Vortag traten auch die Spandauer vorwiegend mit Jugendspielern an. Mit der notwendigen Motivation gestärkt, starten die Vogtländer in die entscheidende Partie. In jedem einzelnen Plauener Akteur war die Anspannung, aber besonderes die Motivation zu spüren. Mannschaftskapitän Roßner schoss seine Jungs in Führung, doch die Spandauer glichen immer wieder aus. Es deutete sich ein ähnlich spannendes Spiel wie gegen Neukölln an. Erst Mitte des zweiten Viertels konnten sich die Gäste mit 9:5 absetzten. Neubauer: “Wir kamen in diesem Spiel besser zurecht als am Vortag. In der Verteidigung standen wir sehr sicher und die Zuordnung klappte besser. Auch die Offensive war diesmal deutlich erfolgreicher.“ Beim Stand von 9:6 begann das letzte Viertel. “Noch acht Minuten bis zum Titel” hallte durch das Plauener Lager. Keiner wollte die vorzeitige Meisterschaft jetzt wieder abgeben. Darunter litt die Konzentration und den Gastgebern gelangen noch drei Treffer. Diese konnten aber das hervorragende Saisonergebnis der Plauener nicht trügen. Neubauer nach dem Schusspfiff: „Wir haben an diesem Wochenende zwei der wichtigsten Spiele der Liga gewonnen. Dann auch noch die Meisterschaft vorzeitig nach Plauen zu holen übertrifft alle Erwartungen. Wir sind mehr als zufrieden mit den gezeigten Leistungen und können nun relativ entspannt auf die letzten zwei Spiele der Saison blicken.”

Am letzten Spieltag führt der SVV Plauen die Tabelle der zweiten Wasserballliga Ost mit 27:1 Punkten ungeschlagen an. Die Verfolger aus Prag und Dresden liegen abgeschlagen auf Platz Zwei und Drei und können die Vogtländer nicht mehr gefährden. Dank diesem hervorragendem Ergebnis zählt Plauen neben Potsdam, Magdeburg und Berlin zu den erfolgreichsten Mannschaften im ostdeutschen Wasserball. Nun ist auch gewiss, dass die Spitzenstädter als ostdeutsche Vertretung am Aufstiegsturnier teilnehmen und dort um den Aufstieg in die erster Deutsche Wasserballbundesliga kämpfen. (few)

2012-06-21

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