Politiker aus Plauen und dem Vogtland wollen Enka helfen

Die Fahnen hängen auf Halbmast beim Elsterberger Viskosehersteller, denn geht es nach dem Willen der Unternehmensleitung schließen sich am 30. Juni die Werkstore für immer. Diese Situation macht es erforderlich, dass alle an einem Strang ziehen über Parteigrenzen hinweg. 380 Beschäftigte des Elsterberger Viskoseherstellers könnten ab 01. Juli ohne Arbeit sein.

 

380 Hilferufe stießen auf offene Ohren bei Politikern unterschiedlicher Parteien. Die ICIG als Eigentümer mit Sitz in Frankfurt/M. entschied sich erst jüngst für das Werk in Obernburg/Franken und damit gegen den Standort Elsterberg. Die Werksschließung werde bedauert, sei aber unumgänglich, heißt es von Seiten der Unternehmensleitung. Enka habe einen Auftragsrückgang von mehr als 20 Prozent verzeichnen müssen. Die weltweite Produktion stamme zu 95 Prozent aus Indien und China.

 

CDU-Kreisvorsitzender Voigt sieht eine Chance in einem neuen Investor und nimmt damit Sachsens Wirtschaftsminister Jurk (SPD) in die Pflicht. Er möge Lösungsvorschläge aufzeigen, die eine Schließung verhindern. Auch die Landtagsabgeordneten der Vogtland-CDU schließen sich dieser Meinung an. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Zimmermann möchte die Einschaltung eines Gutachters, um die Standortfrage neu aufzurollen und die Schließung damit zu vermeiden. SPD-Bundestagsabgeordneter Schwanitz fordert den Verkauf an Dritte, um eine Weiterführung zu gewährleisten, da in Elsterberg gewinnbringend gewirtschaftet wurde. FDP-Bundestagsmitglied Günther verlangt eine Offenlegung der Umsatzzahlen und der Marktsituation durch die Enka-Führung. Es bedarf einer Beurteilung ob Viskoseprodukte noch wettbewerbsfähig sind und der Umsatz längerfristig gesichert ist, möchte Günther keine falschen Hoffnungen aufkommen lassen, da das auch keinem hilft. (ce)

 

03.03.2009

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