Immer mehr Pendler im Arbeitsagenturbezirk Plauen

2009 pendelten rund 20600 Beschäftigte

Die Zahl der Pendler im Arbeitsagenturbezirk Plauen hat in den letzten Jahren zugenommen. Das teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund – Region Südwestsachsen (DGB) mit.

„Der Druck, im Beruf mobil zu sein und weite Wege zum Arbeitsplatz zurück zu legen, hat in den letzten Jahren im Vogtland unvermindert angehalten. Die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nicht an ihrem Wohnort einer Beschäftigtigung nachgehen, sondern pendeln müssen, hat weiter zugenommen. Der Preis der erhöhten Mobilität ist zunehmender Stress, insbesondere bei den so genannten Fernpendlern, bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die hohe Anzahl der Pendlerinnen und Pendler resultiert wesentlich aus der schlechten Arbeitsmarktsituation im Vogtland, wo in den letzten 10 Jahren über 10 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze verloren gegangen sind“, sagte die Regionsvorsitzende des DGB Südwestsachsen Sabine Zimmermann.

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Im Jahr 2009 pendelten im Arbeitsagenturbezirk Plauen insgesamt 20.585 Beschäftigte zu ihrem Arbeitsort, im Vergleich zu 2004 über 700 mehr. Damit ist mittlerweile fast jeder vierte Beschäftigte im Vogtland ein Pendler. In andere Bundesländer pendelten 2009 12.580 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. An der Spitze stand hier Bayern mit 7.435 Auspendlern. 9 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendelten nach Bremen.

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Hingegen pendelten 2009 nur 10.462 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Arbeitsagenturbezirk Plauen ein, aus anderen Bundesländern waren es nur 4.507. Die hohe Pendlerzahl in andere Regionen Sachsens und in andere Bundesländer entlastet damit ganz wesentlich den vogtländischen Arbeitsmarkt. Würden nicht so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die langen Fahrtwege in Kauf nehmen, um arbeiten zu können, wäre die Lage im Vogtland weitaus dramatischer.

„Wie die Pendlerzahlen belegen, sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vogtland äußerst flexibel und mobil. Der Großteil nimmt die weiten Wege, die Anstrengungen und die Trennung von der Familie in Kauf, um überhaupt Arbeit zu haben. Es darf aber nicht sein, dass sich mit dieser Entwicklung abgefunden wird. Ziel muss sein, für mehr Beschäftigung, vor allem auch fair entlohnte Arbeit, im Vogtland zu sorgen. Hier sind Politik und Wirtschaftsförderung gefordert, einerseits eine nachhaltige erfolgreiche Förderpolitik zur Ansiedlung von Unternehmen zu betreiben und andererseits Konzepte zu erarbeiten, dass nicht noch mehr Arbeitsplätze abgebaut werden“, meint die Gewerkschafterin. (dgb)

2010-08-12

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