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Immer mehr Katzen im Tierheim Plauen

Kein Anstieg durch Urlaubs-Welle

050811 TierheimDas Tierheim Plauen „Am Galgenberg“ verzeichnet seit Jahresbeginn eine Zunahme von aufgenommenen Katzen. Im ersten Halbjahr sind knapp 160 Tiere angekommen. Das sind über 30 mehr als im Vergleich zu 2010, sagt Tierheim-Leiterin Katrin Soellner.

„Es sind momentan ziemlich viele und es sieht so aus, als wenn es mehr werden.“ Besonders im April schnellte die Zahl nach oben. Bei den Hunden sei es nicht ganz so schlimm. Hier wurden seit Januar 74 aufgenommen – 2010 waren es 68 Tiere. Bei den Kleintieren halte es sich mit etwa 80 bis 100 Tieren die Waage, so die Chefin, die genaue Statistiken über die Bewegungen im Tierheim führt. Demnach werden besonders im Frühjahr und im Herbst Tiere abgegeben. Allerdings klappe in dieser Zeit aber auch die Vermittlung besonders gut. Eher schleppend sei es dagegen in den Wintermonaten.

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Zwar werde im Tierheim niemand abgewiesen, wenn er eine Katze bringen möchte, aber derzeit ist kaum noch Platz für die vielen Stubentiger. „Wir stoßen bei den Katzen an unsere Grenzen“, so Soellner. Sie wünscht sich von den Besitzern teilweise mehr Verantwortung. „Die Mühe der Leute nimmt ab.“ Tiere würden immer kurzfristiger und ohne Voranmeldung im Tierheim abgegeben werden. „Es wäre schön, wenn sich die Leute eher melden würden.“ Immer wieder werden Tiere auch anonym hinterlassen wie die getigerte Sunny. Sie saß in einem Körbchen mit einem Zettel am Eingang des Tierheims.

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Ohne die Unterstützung von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern wäre die Arbeit im Heim nicht zu schaffen. „Gott sei Dank kümmern sich ganz viele um die Tiere.“ Etwa 25 Tierbetreuer sind täglich im Tierheim anzutreffen. Einen sechsstelligen Betrag benötigt das Tierheim im Jahr. „Es kommt rein und geht auch so wieder raus“, sagt die Leiterin. Bei den Futterspenden sehe es gut aus. Trotz vielerorts knapper Kassen, hätten viele für die Tiere noch etwas übrig, freut sich Soellner. Finanzielle Hilfe kommt auch von der Stadt Plauen. Die Verwaltung bezahle für jedes Fundtier die Unterbringungskosten für die ersten 42 Tage. Nicht immer können die Tiere allerdings in dieser Zeit vermittelt werden. Bei Katzen liegt die Vermittlungszeit bei rund 45 Tagen. Bei Hunden dauere es im Schnitt 50 und bei Kleintieren bis zu 70 Tage.

Einen spürbaren Anstieg der Fundtiere durch die Urlaubs-Welle kann Katrin Soellner nicht verzeichnen. Besitzer, die ihre Tiere vor dem Urlaub aussetzen, gebe es so gut wie nicht. „Dazu ist Plauen zu klein.“ (mr)

2011-08-03

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