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Drei Plauener bekommen die Stadtplakette für verdiente Bürger

Rathaus Plauen neutral Drei verdiente Persönlichkeiten erhalten in diesem Jahr die Stadtplakette Plauen. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, wird voraussichtlich im September in einer Festsitzung des Stadtrates im Saal des Vogtlandkonservatoriums Clara Wieck Plauen, die Plauener auszeichnen. Die zu Ehrenden sind informiert worden und haben die Ehrung angenommen.

Folgende Personen bekommen die Stadtplakette

Maria Fromme

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1990 war Maria Fromme maßgeblich an der Gründung der Frauenselbsthilfe nach Krebs Gruppe Plauen beteiligt. Seit 17 Jahren ist sie ehrenamtlich und unentgeltlich als Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe tätig. Sie war es auch, die erste Kontakte zum Bundesverband der Frauenselbsthilfe nach Krebs knüpfte. Eine Selbsthilfegruppe aufzubauen und am Leben zu erhalten, erfordert ein hohes Maß an Engagement, Kraft und Zeit zur Kontaktpflege und dem Austausch mit Bundes- und Landesverband der FSH nach Krebs, mit anderen Selbsthilfegruppen in Sachsen, Thüringen, Bayern, aber auch mit Gruppen in Österreich, der Schweiz und Tschechien.

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Sie organisiert die monatliche Gruppentreffen, Vorträge und Weihnachtsfeiern. Das wöchentliche Schwimmen, die Wassergymnastik, das Nordic Walking und der Keramikkurs sind bei den Gruppenmitgliedern sehr beliebt. Jährliche Sommerfeste, Ausfahrten, Theaterbesuche und Wanderungen wollen organisiert und durchgeführt sein. Insgesamt konnten innerhalb eines Jahres 169 Angebote von den Gruppenteilnehmerinnen genutzt werden.

Maria Fromme gibt durch ihre warme und herzliche Art viel Trost und Beistand. Sie kennt die seelischen Nöte und Ängste der Menschen in solch einer Situation. Vor allem Neuerkrankten gibt sie Mut, mit der Krankheit zu leben.

Brigitte Unger

Brigitte Unger hat sich bereits während ihrer Zeit als Fachlehrerin für Geographie sehr aufmerksam mit der Geographie des Vogtlandes beschäftigt. Informationen hierzu entnahm sie unter vielen anderen auch – dem 1906 vom Oberlehrer Paul Pohle erstmalig herausgegebenen „Heimatatlas für Plauen im Vogtland“, der aus politischen Gründen als Lehrbuch verworfen wurde.

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Bereits 1990 erschien in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Lehrerverband / Kreisverband Plauen die erste Auflage des „Heimatatlasses für das Vogtland“ nach 1945. Damit stand den Lehrern, Schülern und Heimatfreunden das erste heimatkundliche Material mit territorialer Bezogenheit nach Jahrzehnten wieder zur Verfügung. Doch damit nicht genug. Mit viel Engagement und äußerster Akribie suchte sie nach Wegen, wie ein noch umfangreicheres, unserer Zeit entsprechendes Gesamtwerk über das Vogtland mit all seinen Facetten erstellt werden kann.

Ihrem organisatorischen Talent ist es zu verdanken, dass im Herbst 2003 die erste Auflage „Der Vogtlandatlas“ erscheinen konnte. Brigitte Unger hat es verstanden, kompetente Autoren und Wissenschaftler, die sich dem Vogtland verbunden fühlen, für die Mitarbeit zu gewinnen. Auch Schüler, Studenten und weitere 28 Autoren waren unter Anleitung im Rahmen eines Forschungsprojektes für die Bearbeitung und Gestaltung dieses Werkes eingebunden, alle arbeiteten ehrenamtlich und somit kostenlos.

Durch den Einsatz von Brigitte Unger ist ein einmaliges wissenschaftliches Werk entstanden, das alle Bevölkerungsschichten anspricht, weiterbildet und seinesgleichen vergeblich mit solchem Umfang in Deutschland sucht. Dieses Werk endet nicht an den Grenzen des Vogtlandes. Es erschließt die „EUREGIO EGRENSIS“ und vereint sie mit dem Vogtlandkreis und der Kreisfreien Stadt Plauen.

Dietmar Schönherr

Dietmar Schönherr arbeitet seit vielen Jahren aktiv als Vorsitzender des Vereins Vogtländischer Carnevalisten e.V. erfolgreich im kulturellen Bereich der Stadt Plauen und im Umland.

Begonnen hat er seine karnevalistische Vereinstätigkeit im ehemaligen VEB Elgawa Plauen, wo er beruflich tätig war. Dort hat er seit 1973 aktiv an der Organisation des Betriebsfaschings mitgewirkt, der weit über die Betriebsgrenzen Zuspruch fand. Selbst ist er oft als Karnevalist aufgetreten. Nach 1990 wechselte er zum Plauener Faschingsverein HCC (Handwerker–Carneval-Club), um später den VVC (Vogtländischer–Faschings-Club) mit zu begründen. Seit 1994 wirkt er als Cheforganisator am Plauener Faschingsumzug mit. Mit dem närrischen Umzug gelingt es den Karnevalisten seit elf Jahren tausende Plauener und viele Gäste an die Straßen zu locken.

Als Vorsitzender des VVC organisiert er jährlich für den 11.11. mit den Plauener Faschingsvereinen den traditionellen Rathaussturm, um die Schlüsselgewalt für die Faschingszeit zu übernehmen und am Aschermittwoch die 5. Jahreszeit zu beenden. Unter seiner Regie entstehen auch die Programme für die Faschingsveranstaltungen. Dietmar Schönherr genießt ein hohes Ansehen bei den vogtländischen Faschingsaktivisten wie auch bei den Gästen der Veranstaltungen. (mr/stadt)

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11.07.2008

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