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Chancen und Gefahren von Facebook

Wirtschaftsjunioren thematisieren neue Medien

Um Markenbildung und Unternehmenspositionierung im Web, Freunde bei Facebook, Internet und Co. ging es beim jüngsten Treffen der Wirtschaftsjunioren Plauen-Vogtland. Der Wirtschaftsstammtisch brachte die Jungunternehmer und jungen Führungskräfte aus der Region im Best Western Hotel Am Straßberger Tor in Plauen zusammen.

Auf der Tagesordnung standen zwei Vorträge. Wirtschaftsjuniorin Michaela Krüger -Starke, Inhaberin der Werbeagentur Matrix, sprach über neue Medien und die Chancen, die Firmen für Vertrieb und Marketing nutzen können, und Gefahren, die von „Social Media“ ausgehen. Und Karla Müller, die Justiziarin der IHK Regionalkammer Plauen, gab abschließen wichtige rechtliche Tipps im Umgang mit Facebook.

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„Neue Medien, neue Chancen“, begann Michaela Krüger-Starke ihren Vortrag und warf gleich die Fragen auf: „Social Media – muss ich dabei sein bei Facebook, Xing, Twitter, Youtube und Co.? Und wenn ja, was habe ich davon?“ Social Media ist für alle da, jeder kann mitmachen und im Internet (auf den jeweiligen Plattformen oder auf der eigenen Webseite) Inhalte erstellen – Texte, Bilder und Filme veröffentlichen. Hier kann man schnell eine Firma am Markt positionieren, ein Produkt, eine Marke einführen und bewerben oder auch nach Mitarbeitern und Partnern suchen.

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Jeder 13. inzwischen bei Facebook

Eine große Akzeptanz bei den Internetnutzern habe dabei Facebook erlangt. Laut Statistik sei inzwischen jeder 13. Mensch bei der Plattform, die in Irland ihren Sitz hat. In Deutschland habe Facebook rund 52 Millionen Mitglieder. „Die Handhabung ist einfach“, so Michaela Krüger-Starke, und mit wenigen Klicks sei man mit seinem Profil dabei. Über eine sogenannte Fan-Page können man Informationen im Schneeballprinzip verteilen.

Klingt einfach, doch das Internet hat auch seine eigenen Regeln und Gesetze. Laut Michaela Krüger-Starke stünde der Nutzer im Mittelpunkt und es gebe eine starke emotionale Bindung. So schnell wie sich Menschen begeistern lassen und sich eine gute Nachricht verbreitet, so schnell machen auch Fehler und Kritik – ob gerechtfertigt oder nicht – die Runde. Ihr Tipp: Zuhören, lernen, beobachten – erst denken und dann handeln. Man müsse selbst transparent und authentisch sein.

Impressumspflicht nicht vergessen

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Alle verbreiteten Informationen sollten zudem relevant sein und aktuell. Das will heißen, dass man sich regelmäßig mit seinem Facebook-Auftritt beschäftigt, den Markt beobachtet und mit seinen „Freunden“ in Kontakt bleibt. Wichtig sei es, den Nutzern auf der eigenen Seite eine Bühne zu bieten, betont die Marketingexpertin. Doch auch im Web läuft nicht immer alles glatt. Gerade bei Beschwerden und Ärger sollte man sich nicht in die Rechtfertigungsschiene drängen lassen. Abschließend gab sie noch wichtige Hinweise zur Impressumspflicht und zu den Nutzungsbedingungen bei Facebook.

Hier setzte dann nahtlos der Vortrag von IHK-Justiziarin Karla Müller an, die über rechtliche Fallstricke bei der Nutzung von Social Media in der Unternehmenspraxis sprach. Kurz zählte sie eine Reihe von Rechten auf, die sehr schnell nicht beachtet sind und wo dann Abmahnungen, verbunden mit Geldforderungen, lauern können. Ob Wettbewerbsrecht, Datenschutzrecht, Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrecht oder Verbraucherrecht – auch im Internet darf man gültiges Recht nicht außer Acht lassen oder gar brechen. Viele Webseitenbetreiber bewegen sich rechtlich auf sehr dünnem Eis.

Fast alle Webseiten seien abmahnfähig

Fast alle Webseiten seien sogar abmahnfähig – oft nur weil diese einen Link zu Facebook haben. Der Grund: „Es wird in der Regel gegen das Datenschutzrecht verstoßen“, klärt Karla Müller auf, da mit dem Mag-ich-Klick von Facebook Daten erhoben und von dritten Unternehmen genutzt werden. Der Nutzer wird darüber nicht aufgeklärt obwohl er einer Nutzung seiner Daten sogar zustimmen müsste. (Wirtschaftsjunioren Plauen-Vogtland)

2013-03-13

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