Als die Zigarette zum ersten Mal auch in Europa ankam, stilisierte sie sich schnell zum „Genussmittel“ Nummer Eins und war lange Zeit primär den besserbetuchten Menschen vorbehalten. Später begannen dann auch Arbeiter zu rauchen, die Tabakpflanze wurde zum wichtigsten Bestandteil der Rauchercommunity.

Anfangs noch beworben, wurde mit der Zeit klar, dass Zigaretten gesundheitliche Folgen haben, doch aufhören ist für viele Menschen nicht leicht. Mittlerweile gibt es für Nikotinsüchtige eine große Auswahl diverser Produkte, die nicht mehr nur als klassische Zigarette zu haben sind.
Tabak zum Drehen und Stopfen
Bei Fachhändlern wie Tabakguru sind Dreh- und Stopftabak neben klassischen Zigaretten weiterhin eines der Hauptprodukte. Da die Kosten für Zigaretten immer weiter steigen, fertigen viele Menschen ihre Produkte selbst. Sie nutzen dazu Rollpapier und Tabak oder fertige Hülsen und eine kleine Maschine, um aus dem Rohstoff eigene Zigaretten herzustellen.
Auf die Menge gemessen ist das oft günstiger, aber auch Stärke und Zugverhalten lassen sich eher individualisieren.
Deutlich weniger häufig werden Schnupf- und Kautabak konsumiert, obwohl auch diese beiden Arten immer noch ein Thema unter Nikotinsüchtigen sind. Sie sind allerdings vor allem Liebhabern vorbehalten und sind im Mainstream noch nicht angekommen.
E-Zigaretten als neue Konkurrenz zu Zigaretten
Etwa vier Prozent aller Menschen in Deutschland nutzen die E-Zigarette, was diese Option zu einer der beliebtesten Alternativen zur Zigarette macht. Die E-Zigarette besteht aus mehreren Komponenten oder ist als vollständiges Setup erhältlich und wird mit Liquid befüllt.
Dieses besteht aus Propylenglykol und Glycerin, angereichert mit Aromen und häufig auch mit Nikotin. Einweg-E-Zigaretten gehören aktuell zu den am häufigsten gekauften Produkten, allerdings werden diese voraussichtlich 2027 vollständig verboten.
Tabakerhitzer als Zwischenlösung
Zwischen E-Zigarette und Zigarette steht der Tabakerhitzer, der zwar mit Tabaksticks verwendet wird, aber keine klassische Verbrennung nutzt. Stattdessen sorgt eine Heizspule dafür, dass der Tabak erhitzt und in Form eines Aerosols ausgegeben wird. Der Konsument atmet das Aerosol ein, anstelle eines Dampfs oder Rauchs.
Tabakerhitzer gelten als Alternative zwischen E-Zigarette und Zigarette, sind aber für Nichtraucher ungeeignet und ähnlich wie Zigaretten gesundheitsschädlich.
Zigarren und Zigarillos sind ein Nischenmarkt
Die Zigarre ist weniger für den Dauerkonsum als vielmehr für gelegentliche Genussmomente der Konsumenten ausgelegt. Sie besteht aus einem deutlich stärkeren Tabak als eine Zigarette und wird in entsprechenden Blättern eingewickelt. Sie wird nicht über die Lunge geraucht, sondern nur gepafft, bei Zigarillos kann der Konsum unterschiedlich ausfallen.
Shisha ist kein Dauerkonsumprodukt
Die Shisha wird nicht als Produkt zum Dauerkonsum, sondern nur bei Gelegenheit genutzt. Sie wird mit echtem Tabak verwendet, der deutlich aromatisiert wurde und in der Regel kein Nikotin enthält. Ohne Shisha kann dieser Tabak nicht genutzt werden, er dient nicht der alltäglichen Suchtbefriedigung.
Für Nichtraucher ist der Konsum einer Shisha nicht empfehlenswert, da einige Tabaksorten trotzdem Nikotin enthalten und da die Inhalation nicht frei von gesundheitlichen Risiken ist.
Trotzdem gibt es viele Shisha-Bars und auch sehr hohe Frequenzen der Nutzung. Der Trend geht aber dahingehend, dass sich viele Menschen eine Shisha kaufen und dazu den passenden Tabak. Konsumiert wird dann zu Hause oder in Gesellschaft in der Öffentlichkeit.








