Kurznachrichten
  • Montag, 30 März 2026, 18:13 Uhr | Lesezeit ca. 2 Min.

In Plauen bekommt ein Spitzenkleid einen besonderen Rahmen

Spende des BSZ „Anne Frank“ bereichert Sammlung des Vogtlandmuseums

Der Abschlussjahrgang des BSZ „Anne Frank“ Plauen hat ein eigens gefertigtes Spitzenkleid an die Fabrik der Fäden übergeben. Das Exponat ergänzt künftig die Sammlung des Vogtlandmuseums.

Ein Kleid als Beitrag für Museum und Region

Der Abschlussjahrgang von 2025 des Beruflichen Schulzentrums „Anne Frank“ Plauen stiftete aus seinem Abiturbudget ein Spitzenkleid für die Sammlung des Vogtlandmuseums. Auf Empfehlung von Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Modespitze Plauen GmbH, wählten die Schülerinnen und Schüler das Modell „ELAINE“ aus der Kollektion des Yoora Studios Bratislava. Das Kleid wurde von dessen Inhaberin Zuzana Kedroňová entworfen und im Auftrag der Fabrik der Fäden maßangefertigt. Verarbeitet wurde dabei Biospitze der Modespitze Plauen GmbH.

Beweggründe der Spender

Mara Fröhlich vom Abschlussjahrgang 2025 erläuterte die Entscheidung für die Spende. Sie berichtete, dass nach Abschluss der Abikasse überlegt wurde, wofür das übrige Geld eingesetzt werden könnte. Ein Teil wurde der Schule gespendet, die restlichen 1.550 Euro sollten der Fabrik der Fäden zugutekommen, um eine regionale Einrichtung zu unterstützen. Der Jahrgang verfolgte das Ziel, etwas zu finanzieren, das Museum und Region langfristig nutzen können. Wichtig war zudem, das Ergebnis der Spende später selbst besichtigen zu können. Der Jahrgang verbindet damit die Hoffnung, ein Vorbild für andere Klassen und Institutionen zu sein.

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Präsentation in Sonderausstellung

Im Rahmen der Sonderausstellung „GANZ IN WEISS?“, die vom 11. April bis zum 30. August in der Fabrik der Fäden gezeigt wird, erhält das Kleid seinen öffentlichen Auftritt. Es dient dort als aktuelles Beispiel für Brautmoden mit Plauener Spitze.

Wertschätzung aus dem Museum

Sebastian Dressel, Fachdirektor des Vogtlandmuseums, würdigte das Engagement der ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass die Aktion nicht nur Einsatz für Kultur und Geschichte zeige, sondern auch Verbundenheit mit der regionalen Textilbranche. Das Spitzenkleid werde die Ausstellungen des Museums künftig ergänzen.

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