Zwei Plauener haben Verdienstorden bekommen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht am Dienstag aus Anlass „20 Jahre Friedliche Revolution“ einundzwanzig sächsischen Bürgerinnen und Bürgern in der Unterkirche der Frauenkirche den Sächsischen Verdienstorden. Unter ihnen sind auch Gerold Kny und Steffen Kollwitz aus Plauen.

Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Sachsen Menschen, die sich in Politik, Wirtschaft, Kultur, Sozialem, Gesellschaft oder Ehrenamt in herausragendem Maße engagiert haben.

Gerold Kny (geb. 10.04.1959)
Als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Plauen opponierte er gegen den Einsatzbefehl der Volkspolizei, Tanklöschfahrzeuge gegen friedlich demonstrierende Menschen einzusetzen und legte seine humanistischen Beweggründe in einem Brief vom 8. Oktober 1989 an die Stadt Plauen offen.

Steffen Kollwitz (geb. 17.12.1964)
Steffen Kollwitz gehörte zu einer Gruppe von Mutigen, die sich nach der Kommunalwahl im Mai 1989 aufmachten, um in den Wahllokalen die Stimmen nachzuzählen und damit auf den Wahlbetrug aufmerksam zu machen. Am 7. Oktober 1989 war er an der ersten Großdemonstration der DDR in Plauen beteiligt.

Hintergrund:
Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und am 27. Oktober 1997 erstmals verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen auf politischem, sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und dem Gebiet der Umwelt über einen längeren Zeitraum – oder eine ganz außergewöhnliche Einzeltat – sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der lebenden Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 166 Mal verliehen.

2009-10-15

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