Warnung vor Spoofing-Fällen im Vogtland

Verbindung mit gefälschten Rufnummern

Über eine Hand voll Anzeigen pro Woche werden bei der Kriminalpolizei Zwickau derzeit unter dem Begriff „Spoofing“ bearbeitet. Die Fälle erfüllen den Tatbestand des Betruges, wobei die Täter über das Telefon, unter Vortäuschen einer falschen Rufnummer und damit falschen Identität, persönliche Daten des Angerufenen erfragen und diese dann missbräuchlich verwenden.

Zur Vorgehensweise: Über einen ausländischen Kommunikationsanbieter wird eine Verbindung mit einer gefälschten Rufnummer aufgebaut und so ein Anrufer vorgetäuscht (Behörde, Bank etc.), der in dem Moment nicht vorhanden ist. Das Gefährliche hierbei: diese „gefälschten“ Rufnummern sind von „echten“ für den Angerufenen nicht unterscheidbar. Im Telefongespräch werden durch die Täter persönliche Daten, PINs, Pass- und Kennwörter erfragt oder auch Überweisungen gefordert sowie Gewinnversprechen gegeben. Die Betrüger schrecken auch nicht davor zurück sich als Polizei, Gericht oder andere Sicherheitsbehörden vorzustellen. Selbst die Nummer 110 (als Notruf der Polizei bekannt) kann über die Auslandseinwahl simuliert werden.

Anlassbezogen weist die Polizei deshalb wiederholt darauf hin keine persönlichen Daten am Telefon preiszugeben, keine Zahlungen auf diese Art zu veranlassen, auch nicht hinsichtlich eines Gewinnversprechens sowie keine Rückrufe durchzuführen, denn diese sind oftmals sehr kostenintensiv. Bei Verdachtsfällen wird darum gebeten sich bei der Kriminalpolizei in Zwickau, Telefon 0375/ 4284480 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (mar)

2015-11-04

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