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Treffen mit OB: Sorgen der Ortsteile in Plauen

Plauener Ortsvorsteher treffen sich mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer im Rathaus

Stadt Plauen Auch in diesem Jahr hat Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer die Ortsvorsteher von Neundorf, Straßberg, Kauschwitz, Jößnitz, Großfriesen und Oberlosa zum alljährlichen Gespräch eingeladen. Bürgermeister Levente Sárközy sowie weitere Mitarbeiter aus der Verwaltung nahmen am diesjährigen Treffen teil.

„Wir praktizieren dies jetzt schon einige Jahre und ich glaube, dass sich dieser direkte Kontakt bewährt hat. Es ist für beide Seiten, sowohl für Sie als auch für mich, wichtig, dass wir einmal im Jahr ganz offen und direkt über die maßgeblichen Probleme der Ortsteile sprechen“, so das Stadtoberhaupt in seinen einführenden Worten.

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Das rund zweistündige Treffen war gut vorbereitet, hatten die Ortsvorsteher doch die Themen, die ihnen besonders am Herzen liegen, bereits im Vorfeld an die Verwaltung gerichtet. Und so konnten diese Themen Punkt für Punkt abgearbeitet werden.

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Ein Thema, dass nahezu sämtliche Ortsvorsteher und Ortschaftsräte bewegt, ist das Thema Anbindung der Ortsteile an den Öffentlichen Personennahverkehr. Zum einen geht es um das Anrufsammeltaxi, das es in einigen Ortsteilen gibt. Mit der eingeschränkten Tätigkeit der Taxigenossenschaft wurden die Ortsvorsteher auch auf die teilweise Unzuverlässigkeit des Anrufsammeltaxis hingewiesen.

Hier sagte der Oberbürgermeister zu, gemeinsam mit der Plauener Straßenbahn nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Ebenso wolle man in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Vogtland Möglichkeiten der besseren Anbindung der ländlichen Ortsteile von Plauen prüfen. Hier geht es insbesondere um das Thema Rufbus bis zur nächsten Straßenbahnlinie.

Was die Ortsvorsteher nach wie vor bewegt, ist die Breitbandversorgung im ländlichen Raum. Der Oberbürgermeister informierte zum derzeitigen Stand des Breitbandausbaus: Dieser wurde im Februar 2018 im Kreistag beschlossen. Für die Stadt Plauen haben die Stadtwerke Strom Plauen GmbH und die Deutsche Telekom AG den Zuschlag erhalten.

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Derzeit werden die Vergaben durch den Fördermittelgeber geprüft und die Genehmigung des Netzplanes durch die Bundesnetzagentur steht noch aus. Voraussichtlich in zweiten Quartal 2018 sollen die Verträge für den Breitbandausbau in Plauen mit den Stadtwerken Strom Plauen GmbH und der Deutschen Telekom AG durch das Landratsamt unterschrieben werden. Nach Vertragsabschluss kann die Erschließung beginnen und muss innerhalb von 21 Monaten abgeschlossen sein.

Der Oberbürgermeister sagte zu, sich bei den Stadt-werken Strom Plauen GmbH die zeitliche Abfolge der Erschließung zu erfragen, insbesondere wann welches Gebiet in der Stadt Plauen erschlossen werden wird. Ein weiteres Thema war die bessere Einbeziehung der Ortschaftsräte bei Verwaltungsvorgängen in den Ortsteilen.

Hier wurden insbesondere angesprochen: Planungen sowie Umsetzung von Bauvorhaben oder Grundstücksverkäufe bzw. Stadtentwicklungsvorhaben. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sagt zu, innerhalb der Verwaltung nochmals dafür zu werben, dass bei Sachverhalten, die die Ortsteile betref-fen, immer die Ortschaftsräte einzubeziehen sind und sei es nur durch eine einfache Information. „Allerdings können Sie nicht in die Geschäfte der laufenden Verwaltung eingreifen, Dinge, für die die politischen Gremien nicht zuständig sind.“ Ortsteile im Fokus

Neundorf

Feuerwehrteich
Im Jahr 2017 kam es aus ungeklärter Ursache zu Fehleinleitungen in den oberen Teich am Anger in Neundorf. Die Ursachen konnten nicht ermittelt werden, derzeit steht der Teich „unter Beobachtung“. Eine Entschlammung ist möglicherweise notwendig. Es ist vorgesehen, im Frühjahr 2018 eine Beprobung der Teichsedimente durchzuführen.

Erst dann kann eine aussagekräftige Kostenschätzung für eine eventuell notwendige Entschlammung vorgenommen werden. Die Planung für diese Entschlammung kann voraussichtlich noch 2018 beauftragt werden, die Umsetzung könnte in 2019 eingeordnet werden, so die Aussage aus der Verwaltung.

Fußweg entlang der Kobitzschwalder Straße Angestrebt war von den Neundorfern ein Rad- und Fußweg entlang der Kobitzschwalder Straße. Dieser ist derzeit nicht umsetzbar. Angestrebt wird daher ein Fußweg, der bis zur Gaststätte Steinbruch führt. Die Einordnung in der mittelfristigen Haushaltplanung werde geprüft, so Bürgermeister Levente Sárközy.

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Schulhof der Grundschule Neundorf
Der Schulhof der Grundschule ist durch die Bauarbeiten an der Turnhalle stark beansprucht gewesen. Bürgermeister Sárközy teilt mit, dass für die Sanierung des Schulhofes bis August 2018 ein Fördermittelantrag erstellt werden soll. Die Sanierung des Schulhofes sowie der Bau der Sportfreianlagen an der Grundschule sind dann für die Haushaltplanung 2019/2020 vorgesehen.

Straßberg

Kürbitzer Straße
Der Straßberger Ortsvorsteher Dieter Blechschmidt hat einmal mehr der Zustand der Kürbitzer Straße in Richtung Straßberg angesprochen. Unterstützt wurde er von seinem Kollegen Uwe Trillitzsch aus Neundorf.

Bekannt ist, dass für den Zustand der Kürbitzer Straße das Landratsamt Vogtlandkreis zuständig ist. Dort prüfe man wohl eine Umverlegung der Straße. Dies ist jedoch ein länger andauernder Prozess. Daher wird sich der Oberbürgermeister nochmals dafür einsetzen, dass die Straße bis zu einer end-gültigen Entscheidung trotz alledem verkehrssicher gehalten werden muss. Zumal ein Teil der Straße bereits saniert ist.

Sichtbeziehung in Richtung Kirche
Ortsvorsteher Dieter Blechschmidt wies nochmals darauf hin, dass die Kirche in Straßberg ursprünglich ein Blickfang in der Dorfsilhouette war. Inzwischen ist sie durch den Baumbestand rund um die Kirche zugewachsen. Er bittet zu prüfen, ob hier der Baumbestand zurückgeschnitten werden kann, um die Sichtbeziehung zur Kirche wieder herzustellen. Bürgermeister Levente Sárközy sagte diese Prüfung zu und unterstützt die Bestrebungen, Sichtbeziehungen zu ortsbildprägenden Gebäuden wie-der herzustellen.

Gemeindehaus
Die Innenausstattungen im Gemeindehaus sei erneuerungsbedürftig. Von Seiten der Gebäude- und Anlagenverwaltung wurde der Zustand im Gemeindehaus geprüft und notwendige Reparaturen veranlasst, so zum Beispiel die Reinigung und das Ölen des Schlosses. Die Zufahrt für die Feuerwehr wurde erneuert. Im Büro im Gemeindehaus sollen die vergilbten Lamellenvorhänge beseitigt werden und von Innen eine Sichtschutzfolie angebracht werden. Außerdem soll die Reinigung der Lamellen im Tagungsraum sowie deren Reparatur beauftragt werden.

Großfriesen

Spielplatz
Der Heimatverein gestaltet mit eigenen Mitteln und Eigenleistungen den Spielplatz am alten Feuerwehrhaus. Auch von Seiten der Stadt wird ein neues Spielgerät für Großfriesen angeschafft werden. Derzeit wird das Ergebnis der sicherheitstechnischen Untersuchung der Spielplätze abgewartet, da-nach wird entschieden, welches Spielgerät angeschafft werden soll.

Jößnitz

Straßenbau Plauensche Straße/ Dr.-Wilhelm-Külz-Straße Die Straße wurde durch die sogenannte „unqualifizierte Flickung“ verkehrssicher gemacht, die Jößnitzer streben eine grundhafte Sanierung dieser Hauptverbindungsstraße zwischen Plauen und Jößnitz an. „Es ist bekannt, dass die Straße wellig und nicht schön ist, aber durch die Ausbesserungen ist sie verkehrssicher.

Ich kann nicht verhehlen, dass es in Plauen wesentlich schlechtere Straßen gibt.“, so die Einschätzung von Fachbereichsleiterin Kerstin Wolf, zuständig auch für den Tiefbau in der Stadt Plauen. „Bei unseren Planungen müssen wir selbstverständlich das gesamte Stadtgebiet im Blick haben.

Sämtliche Straßenbauarbeiten werden demzufolge nach Prioritäten eingeordnet. In den kommenden Jahren sind größere Investitionen im Straßenbau im Haushalt enthalten. Die nächsten Haushaltdiskussionen werden zeigen, wann die Straße in Jößnitz eingeordnet werden kann.“

Oberlosa

Spielplatz
Der Ortsvorsteher von Oberlosa teilte den Wunsch aus dem Ortschaftsrat mit, dass man sich eine Rutsche am Spielplatz wünsche. Diesen Wunsch werde man voraussichtlich nicht erfüllen können, teilte Fachbereichsleiterin Kerstin Wolf mit. „In der zurückliegenden Zeit wurden sämtliche Spielplätze der Stadt Plauen auf Sicherheit überprüft. Uns liegt eine lange Liste der Mängel vor, die nunmehr nach Prioritäten eingeordnet werden müssen. Für zusätzliche Neuanschaffungen werden wir keinen finanziellen Spielraum haben.“

Großfriesen

Tempo 30
Ortsvorsteher Wolf-Rüdiger Ruppin bekräftigte nochmals den Wunsch aus Großfriesen, beim Kindergarten die Geschwindigkeitsbeschränkung 30 km/h wieder einzuführen, wohlwissend, dass es dafür rechtlich keine Grundlage gibt. Daher zumindest jedoch sein Wunsch, den Ortschaftsrat zu beteiligen, wenn die Ergebnisse der derzeitigen probeweisen Verkehrsführung ausgewertet werden. Dies sagte Bürgermeister Levente Sárközy zu.

Abschließend teilte Steffen Kretzschmar, Fachgebietsleiter Bürgerbüro/Service/Wahlen, mit, dass der Wahltag für die Kommunalwahl 2019 festgelegt wurde, der 26. Mai 2019. Dies betrifft dann auch die Neuwahlen für die Ortschaftsräte.

Wie alle Gespräche auch in den Vorjahren verlief das diesjährige Gespräch sehr konstruktiv und sachlich. „ Ich bitte Sie wirklich um Verständnis, dass wir alle Bereiche der Stadt gleichberechtigt im Blick haben müssen. Wir können in den Ortsteilen keine Zugeständnisse machen, die wir nicht überall in der Stadt gewährleisten können. Aber wir tun alles, um Lösungen für Probleme zu finden. Daher ist es für mich wichtig, immer im Gespräch zu bleiben und sich zu bestehenden Problemen auszutauschen“, so Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer abschließend. (plauen/seb)

2018-05-22

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