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Plauen: Fliegerbombe im Reusaer Wald gefunden

Bei Untersuchungen amerikanische Fliegerbombe im Wald entdeckt

Polizei-Reusa-Theumaer-Weg-Vogtland-Sperrung-Evakuierung-FliegerbombeEine 250-Kilo-Fliegerbombe wurde am Dienstag im Reusaer Wald in Plauen gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entdeckte den nach amerikanischer Bauart mit zwei Zündern ausgestatteten Sprengkörper.

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Bei dem Gebiet im Reusaer handelte es sich um eine Verdachtsfläche. Das bedeutet, dass in diesem Bereich von einer Fachfirma im Auftrag des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen entsprechende Erkundungen mit Metalldetektoren durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden computergestützt ausgewertet und Verdachtspunkte fixiert. An diesen Punkten wurde anschließend gegraben und die 250-Kilo-Fliegerbombe gefunden.

Umgehend nach dem Fund wurden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und Einsatzkräfte angefordert. Um 18 Uhr waren 32 Rettungskräfte in 9 Rettungs- und Krankentransportwagen, 26 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren (Stadtmitte, Neundorf, Jößnitz) 79 Polizisten sowie zirka 30 städtische Mitarbeiter vom Ordnungswesen im Einsatz. Die von der Evakuierung betroffenen Anwohner mussten Gas- und Elektrogeräte ausschalten – offene Feuerstellen (Herde, Öfen, Kamine etc.) löschen – Absperreinrichtungen für Gas, Wasser, Strom schließen – Fenster schließen – Häuser verschließen – wichtige Papiere und benötigte Medikamente mitnehmen und Haustiere mitnehmen. Wenig später lief die Evakuierung an.

Nach Aussagen der Stadt Plauen waren insgesamt 1.650 Personen betroffen. Darunter 400 Senioren über 70 Jahre. Je nach Einzelfall wurden diese per Rettungswagen zur Notunterkunft gefahren. Die Stadtverwaltung Plauen ist für Betroffene unter folgenden Nummern erreichbar:

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03741/2911181
03741/2911182
03741/2911178
03741/2911179
03741/2911020
03741/2911159

Bombe-Reusaer-Wald-Stadt Plauen-Vogtland
Die Fliegerbombe im Reusaer Wald. foto: stadt plauen

Unterstützung bekamen die Kollegen vor Ort auch aus der Luft. Die Polizei hat einen Hubschrauber im Einsatz. Die Hälfte der Evakuierung sei bereits um 22 Uhr abgeschlossen gewesen. Auch weiterhin appeliert die Polizei an die Bevölkerung, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Dennoch sträubten sich einige Anwohner ihre Wohnungen zu verlassen, was die Evakuierung nur unnötig in die Länge zieht. Die Polizei informierte, dass nach Ende der Evakuierung umgehend mit der Entschärfung der Fliegerbombe begonnen werde. Die weitläufige Absperrung sowie die derzeitigen Straßensperrungen blieben bis dato unverändert. Um 23 Uhr war laut Stadtverwaltung die Evakuierung der Bewohner abgeschlossen. Die Einsatzkräfte der Polizei kontrollierten nochmals den Sperrbereich. Die Entschärfung des Blindgängers begann um 23.10 Uhr. Ein gute halbe Stunde später, um 23.46 Uhr vermeldete die Polizei die geglückte Entschärfung. Die zahlreichen Straßensperrungen wurden aufgehoben und alle Evakuierten konnten in ihre Wohungen zurückkehren.

Stand: 2018-06-06 00:04 Uhr

2018-06-05

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