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  • Samstag, 7 Februar 2026, 09:21 Uhr | Lesezeit ca. 3 Min.

Neue Blitzer in Plauen sollen Sicherheit an zentralen Kreuzungen erhöhen

Kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitskontrollen ersetzen ältere Technik im Stadtgebiet

Die Stadt Plauen modernisiert ihre stationären Rotlichtüberwachungssysteme. Künftig kommen kombinierte Anlagen zum Einsatz, die sowohl Rotlichtverstöße als auch Geschwindigkeitsüberschreitungen erfassen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit an besonders sensiblen Knotenpunkten weiter zu verbessern.

Erneuerung bestehender Anlagen

Da die Nutzungsdauer der bisherigen Rotlichtüberwachungsanlagen erreicht ist, hat die Stadt Plauen deren Erneuerung beschlossen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung werden künftig moderne kombinierte Überwachungsanlagen eingesetzt. Diese Technik ermöglicht es, sowohl das Missachten roter Ampeln als auch überhöhte Geschwindigkeiten zu erfassen.

Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist in dieser Phase vorgesehen. Abhängig von technischen Rahmenbedingungen und der Witterung kann es in einzelnen Fällen zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

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Neue Standorte im Stadtgebiet

Vorgesehen ist der Einsatz neuer Überwachungsanlagen an mehreren Kreuzungen im Stadtgebiet. Dazu zählt der Bereich Dresdner Straße/Äußere Reichenbacher Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts. Dieser Standort ist regelmäßig Bestandteil der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik, zudem werden dort wiederholt überhöhte Geschwindigkeiten festgestellt.

An der Kreuzung Straße der Deutschen Einheit/Gottschaldstraße in Fahrtrichtung August-Bebel-Straße liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz von Fußgängern und Radfahrern. Die Nähe zu Wohngebieten, zum Bahnhof und zur Innenstadt führt hier zu einem erhöhten Aufkommen besonders schutzbedürftiger Verkehrsteilnehmer.

Auch am Knotenpunkt Martin-Luther-Straße/August-Bebel-Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts besteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit besonderem Gefährdungspotenzial. Mobile Messungen haben zudem wiederholt Geschwindigkeitsüberschreitungen ergeben.

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Bestehender Standort wird modernisiert

Der Standort Böhlerstraße/Wiesenstraße in Fahrtrichtung stadtauswärts bleibt erhalten. Dort wird die bestehende Anlage durch ein neues System ersetzt, das zusätzlich über eine Geschwindigkeitsüberwachung verfügt. Die Kreuzung ist seit mehreren Jahren Gegenstand von Beratungen der städtischen Unfallkommission, da es dort wiederholt zu Verkehrsunfällen gekommen ist.

Rückbau bisheriger Messstellen

An den bisherigen Standorten Reichenbacher Straße/Knielohstraße, Chamissostraße/Reißiger Straße sowie Trockentalstraße/Straßberger Straße werden die Rotlichtüberwachungsanlagen in dieser Zeit zurückgebaut.

Verkehrssicherheit als Entscheidungsgrundlage

Nach Angaben der Stadt erfolgte die Auswahl der Standorte auf Grundlage umfassender verkehrlicher Bewertungen. Berücksichtigt wurden unter anderem das Unfallgeschehen, die Verkehrsbelastung sowie das Gefährdungspotenzial für besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer. In die Entscheidung flossen sowohl polizeiliche Unfallstatistiken als auch Erkenntnisse der städtischen Unfallkommission ein.

Wirtschaftliches Mietmodell

Die neuen Überwachungsanlagen werden von der Stadt Plauen erneut gemietet. Dieses Modell wurde intern als wirtschaftlich günstigste Lösung bewertet und bietet zugleich Flexibilität. Dadurch können Risiken reduziert werden, die sich aus möglichen rechtlichen oder technischen Neubewertungen von Verkehrsüberwachungsgeräten ergeben.

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