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  • Freitag, 13 März 2026, 10:47 Uhr | Lesezeit ca. 4 Min.

Zwischen Grundschule und Vogtlandstadion: Norman Zschach – Cheftrainer des VFC Plauen

Ein Plauener an der Seitenlinie

Wer dem Plauener Norman Zschach begegnet, merkt schnell: Dieser Mann lebt für Struktur, Verantwortung und Leidenschaft – im Beruf wie im Sport. Tagsüber leitet der gebürtige Plauener als Schulleiter eine Grundschule in Weischlitz. Am Nachmittag und Abend wechselt er dann gewissermaßen an den Spielfeldrand: Statt Stundenplan und Lehrerkonferenz stehen Trainingseinheiten, Spielanalysen und Mannschaftsgespräche auf dem Programm. Zschach ist Cheftrainer des VFC Plauen – und damit einer der zentralen Köpfe hinter der sportlichen Entwicklung des Traditionsvereins.

Organisation zwischen Schule und Oberliga-Fußball

Der Alltag des Trainers ist ein Balanceakt. Während viele Trainer ihre volle Arbeitszeit dem Fußball widmen, organisiert Zschach zwei anspruchsvolle Welten parallel. Morgens beginnt sein Tag als Schulleiter mit organisatorischen Aufgaben, Gesprächen mit Lehrern, Eltern und Schülern sowie der Verantwortung für den gesamten Schulbetrieb.

Am Nachmittag folgt der Wechsel auf den Fußballplatz: Trainingseinheiten vorbereiten, Spieler individuell betreuen, Taktik besprechen und die Mannschaft auf den nächsten Gegner einstellen.

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Es ist alles eine Organisationsfrage. Ich habe ein gutes Trainerteam hinter mir, die dort auch viel mit machen und von daher können wir das auf jeden Fall vereinbaren.

Dass diese Doppelrolle funktioniert, ist kein Zufall. Wer mit Zschach arbeitet, beschreibt ihn als strukturiert, ruhig und klar in seiner Kommunikation – Eigenschaften, die sowohl im Klassenzimmer als auch auf dem Fußballplatz entscheidend sind.

Plauener Fußball-DNA

Seit Mitte Januar neuer Cheftrainer des VFC Plauen - Norman Zschach. Foto: Sebastian Höfer
Seit Mitte Januar neuer Cheftrainer des VFC Plauen – Norman Zschach. Foto: Sebastian Höfer

Norman Zschach ist kein externer Trainer, der zufällig nach Plauen gekommen ist. Er ist ein echtes Eigengewächs der Region. Der gebürtige Plauener kennt den Verein, das Umfeld und die Erwartungen der Fans sehr genau. Bereits in der Nachwuchsarbeit machte er sich einen Namen. Als Trainer der U-19 und als Nachwuchsleiter arbeitete er intensiv an der Entwicklung junger Spieler und setzte dabei stark auf Disziplin, Teamgeist und eine klare Spielidee.

Diese Erfahrung prägt auch seine Arbeit bei der ersten Mannschaft: Junge Spieler integrieren, Strukturen schaffen und gleichzeitig die sportlichen Ziele im Blick behalten.

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Erste Schritte als Cheftrainer

Die ersten Pflichtspiele unter seiner Leitung zeigen bereits, wohin die Reise gehen könnte. In den bisherigen Partien steht für den VFC Plauen eine positive Bilanz:

Ein 2:2-Unentschieden gegen SG Union Sandersdorf zum Auftakt und zuletzt ein 1:0-Heimsieg gegen den VfB Krieschow. Gerade der knappe Sieg im heimischen Stadion zeigte, dass die Mannschaft unter Zschach vor allem defensiv stabil auftreten kann – ein wichtiges Fundament für die kommenden Spiele.

Lehrer, Motivator und Teamführer

Interessant ist dabei die Parallele zwischen Schule und Fußball. Ein Trainer ist in vielerlei Hinsicht auch Pädagoge: Er muss erklären, motivieren, Konflikte lösen und Talente fördern. Genau hier kommt Zschachs beruflicher Hintergrund zum Tragen. Als Schulleiter ist er es gewohnt, Verantwortung zu tragen und Menschen zu führen. Diese Fähigkeiten helfen ihm auch im Umgang mit seiner Mannschaft.

Bodenständig und ambitioniert

Trotz der Doppelbelastung bleibt Zschach bodenständig. Er kennt den Fußball im Vogtland, weiß um die Bedeutung des Vereins für die Region und arbeitet Schritt für Schritt daran, die Mannschaft weiterzuentwickeln.

Für die Fans des VfC Plauen ist dabei vor allem eines wichtig: Mit Norman Zschach steht ein Trainer an der Seitenlinie, der den Verein versteht – und der zeigt, dass Leidenschaft für Fußball auch neben einem verantwortungsvollen Beruf auf höchstem Niveau funktionieren kann.

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Motiviert geht der junge Teamchef in die nächsten Spiele:

Wir wollen wieder drei Punkte holen, ganz klar. Das ist unser Ziel, deswegen spielen wir Fußball. Und dann schauen wir mal, wie weit wir uns nach oben arbeiten können und wo wir dann am Ende der Saison vielleicht stehen.

Am Samstag müssen die Spitzenstädter auswärts beim 1. SC 1911 Heiligenstadt ran. Anstoß ist um 14 Uhr im Stadion Gesundbrunnen Heilbad Heiligenstadt an der Leineberg 2.

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Jahresempfang 2026 in Plauen. Foto: M. Reißmann
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