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30 Gastronomen rufen in Plauen um Hilfe

Vogtland-Landrat sagt Unterstützung zu

Etwa 30 Gastronomiebetriebe aus Plauen und dem Vogtland haben sich am Freitag auf dem Altmarkt in Plauen an der bundesweiten Protest-Aktion „Leere Stühle“ beteiligt. Dazu hatten Gastronomen unter Einhaltung der Hygienevorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus, mit dem nötigen Abstand zwischen den einzelnen Personen und dem Tragen von Mund-und Nasenschutz, eine Tafel gedeckt und viele leere Stühle aufgereiht, die auf die derzeitige Notlage der Gastronomie aufmerksam machen soll.

 

30 Gastronomen rufen in Plauen um Hilfe

Vogtland-Landrat Rolf Keil sagte den anwesenden Protest-Teilnehmern Unterstützung zu, bat aber gleichzeitig um Verständnis zu den beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus. Die Kommunalpolitik wisse sehr wohl, wie wichtig die Gastronomie für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft ist.

Verluste lassen sich auch nicht mehr aufholen. Wenn das umsatzstarke Frühjahr mit all seinen Festen und Feiertagen in der Kasse fehlt, fehlt es. Da kann man auch das Bier und das Schnitzel im September nicht mehr doppelt oder das Hotelbett nicht zweimal verkaufen. Die Senkung der Mehrwertsteuer durch die Bundesregierung war ein richtiger Schritt, aber dazu müssen die Unternehmen erst einmal bis dahin überleben. Das heißt, die Gastronomie und insbesondere der Tourismus brauchen weitere Hilfen, damit der Neustart gelingt.

 

30 Gastronomen rufen in Plauen um Hilfe

Des Weiteren muss dringend ein abgestimmter Fahrplan zum stufenweisen Hochfahren beschlossen werden. Gerade die Tourismusbranche wird einen längeren Zeitraum benötigen, bis die Zahlen von 2019 wieder erreicht werden. Dafür setze ich mich in Dresden ein, sagt Landrat Rolf Keil den Gastronomen seine Hilfe zu.

 

IHK Chemnitz begrüßt die Aktion „Leere Stühle“

„Wir möchten ausdrücklich signalisieren, dass wir die Aktion sehr gut finden, denn nur mit plakativen Statements kann die Gastgewerbebranche auf die prekäre, oft existenzbedrohende, Situation aufmerksam machen“, sagt Daniela Seidel, amtierende Referatsleiterin Handel/Dienstleistung bei der IHK Chemnitz.

 

Die IHK setzt sich intensiv bei den politischen Entscheidungsträgern für die Unterstützung aller von der Corona-Krise betroffenen Branchen ein, für eine Anpassung der Fördermittelkulisse auf bundes- und landespolitischer Ebene, für Steuererleichterungen und für Nachbesserungen der Corona-Schutz-Verordnung. „Darüber hinaus machen wir uns für die stufenweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen stark. Die Unternehmer und Konsumenten brauchen dringend Perspektiven.“

 

Neben der Interessensvertretung sind wir Ansprechpartner für alle unsere Mitglieder aus der gewerblichen Wirtschaft. Unser Beraterteam ist am Telefon, im Chat und per E-Mail erreichbar um zu informieren, zu unterstützen und um Wege aufzuzeigen. Auch auf unserer Website www.chemnitz.ihk24.de und über unseren Newsletter erhalten die Unternehmer stets aktuelle Informationen. (mr, ihk, fotos: landratsamt)

 

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2020-04-24



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