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Zwei weitere Läden schließen in Auerbach

Onlinehandel vernichtet ganze Existenzen im gesamten Bundesgebiet

 

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Das Ladensterben in Auerbach geht 2019 munter weiter. Nachdem bereits im Januar die Töpferei Forner – gelegen in der Plauenschen Straße – dicht gemacht hat, trifft es nun noch zwei weitere Geschäfte innerhalb kürzester Zeit. Betroffen ist das Modegeschäft „Mode mit Steffi“ und der Optiker „Brillen Pickart“. Ob die Ladenlokale auf Dauer leer stehen werden oder nicht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. City-Manager Uwe Prenzel geht jedoch nicht davon aus.

 

In Auerbach schließen drei Geschäfte binnen kurzer Zeit

 

In Auerbach klicken schon wieder die Schlösser – und zwar von zwei alteingesessenen Läden, die über die Jahre viele tausende Besucher verzeichnen konnten:

 

  1. Textil-Geschäft „Mode mit Steffi“ & Optiker „Brillen-Pickart“

Schon im Januar hatte es für Fans vom klassischen Shopping in Auerbach schlechte Neuigkeiten gegeben, als die Töpferei Forner schloss. Auerbach ist indes aber auch kein Einzelfall, da deutschlandweit immer mehr Läden schließen. Das Einkaufen hat sich mittlerweile stark aufs Online Shopping verlagert. Kein Wunder, findet man dort doch mittlerweile auch so ausgefallene und teilweise sogar als Wundermittel beschriebene Produkte wie Cannabisöl, zu dem es im Netz jede Menge Informationen gibt.

 

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Ob und vor allem wie lange die wegen Geschäftsaufgabe leerstehenden Gewerbeflächen ohne Nachmieter sein werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss. Uwe Prenzel, der City-Manager der Stadt, rechnete jedoch auf Nachfrage nicht damit, dass das Ganze ein Dauerzustand werden könnte.

 

Familienunternehmen fand keinen gebührenden Nachfolger

 

Abgesehen davon, dass die Schließung des eigenen Geschäfts immer eine bittere Erfahrung ist, ist sie beim Optiker „Brillen Pickart“ noch viel dramatischer. Schließlich handelt es sich um ein Familienunternehmen mit einer Jahrzehnte langen Tradition. Eröffnet wurde „Brillen Pickart“ schon anno 1951, von Herbert Pickart persönlich. Bereits dessen Vater hatte gut 25 Jahre vorher ebenfalls ein Optiker-Geschäft betrieben, allerdings in Oberschlesien. Das nun bis zum Schluss von dessen Tochter, Christine Seidel, geführte Geschäft stand bereits seit 1988 unter ihrer Leitung. Heute ist die Geschäftsinhaberin 66 Jahre alt und bedauert den unvermeidlichen Schritt:

 

„Ich hätte den Laden gerne an meine Töchter weitergegeben, auch sie sind Optikerinnen, aber sie wollen nicht.“

 

Seidel führte aus, dass beide Töchter aufgrund ihrer Familienplanung keinerlei Interesse an der Fortführung des etablierten Geschäfts gehabt hätten. Des Weiteren sei auch mit externen Interessenten keine Geschäftsnachfolge vereinbart werden können.

 

Genaue Gründe für die Schließung wurden nicht genannt

Frau kauft ein

Obwohl die genauen Gründe für die Schließung der Läden in Auerbach unbekannt sind, wird der wachsende Online-Markt mitverantwortlich sein. Bildquelle: PhotoMIX-Company /site pixabay.com

 

 

Ähnlich ist auch die Lage beim Geschäft „Mode mit Steffi“. Befragt zu den Gründen für die Schließung gab sich die Inhaberin des Geschäfts, Steffi Sturm, schweigsam. Der Räumungsverkauf läuft bereits auf Hochtouren, ein genaues Datum für die Schließung des Geschäfts ist nicht bekannt. Spekuliert wird in der Zwischenzeit auch unter den Bewohnern Auerbachs fleißig über die Gründe für das Ladensterben. Meistens hat dieses multifaktorielle Gründe:

 

-       Weniger Besucher

-       Günstigere Preise im Netz

-       Kunden haben weniger Zeit

-       Lieferungen nach Hause

-       Öffentliche WLAN-Hotspots

 

Inzwischen sind die Ladenmieten vielerorts gesunken, doch seriöse Pachtanfragen gibt es nur noch selten. Alleine im Jahr 2018 lag der Umsatz des Online-Handels mit Bekleidung bei knapp 12,7 Milliarden Euro – dicht gefolgt von dem mit elektronischen Artikeln und solchen zur Kommunikation in Höhe von rund 11,8 Milliarden Euro - fatal für kleine und familiengeführte Geschäfte.

(fotos:pixabay.com/1.mastersenaiper/ 2.photomixcompany)

2019-04-05



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