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Getränkekonzern pusht sächsischen Fussballverein

Warum RB Leipzig die Gemüter spaltet

RB-Leipzig-Fussball-KonzernDer noch junge Fußballklub RasenBallsport Leipzig polarisiert die Gemüter im deutschen Fußball, wie kaum ein anderer Verein. Vor gerade einmal zehn Jahren gegründet, kämpft der Verein mit seinem Image als „Retortenklub“ und Spielwiese eines Milliardärs. Ausgangspunkt für die Gründung des Fußballvereins war der Erfolg von FC Red Bull Salzburg.

Der österreichische Getränkekonzern Red Bull wollte nach dem Vorbild des österreichischen Meisters auch in Deutschland einen Top-Klub etablieren. So gerieten die Klubs von FC St. Pauli, TSV 1860 München und Fortuna Düsseldorf ins Visier von Red Bull.

Doch die begehrten Übernahmekandidaten lehnten die Bedingungen von Red Bull ab und so entschloss man sich das Feld von hinten aufzurollen. Im Mai 2009 wurde RB Leipzig gegründet, was folgte war ein beispielloser Aufstieg von der Süd-Staffel der Oberliga Nordost in die Bundesliga und das in einem Zeitraum von nur sieben Jahren.

Massiver Widerstand

 

Wenn sich Red Bull ein sportliches Ziel setzt, dann nur, wenn der Konzern zuvor die vollständige Kontrolle über das Team erlangt. Das konnte man in der Vergangenheit schon in der Formel 1 oder in der Österreichischen Bundesliga beobachten. Demensprechend misstrauisch beäugten die Ligaverantwortlichen und die Konkurrenz die ersten Versuche von Red Bull auch im deutschen Fußball seine Duftmarken zu setzen.

Die Satzung des Deutschen Fußball-Bundes verbietet eine Namensgebung zu Werbezwecken. Der ursprünglich geplante Name Red Bull Leipzig wurde daher zugunsten von RasenBallsport Leipzig fallengelassen. Doch damit waren die zahlreichen Kritiker nicht zu besänftigen, ganz im Gegenteil.

Bereits vor den ersten Spielen des neuen Vereins sahen sich die Verantwortlichen mit massiver Kritik, unter dem Motto: Geld schießt keine Tore, von allen Seiten konfrontiert. Zahlreiche Fußballfans und Vereine befürchteten den Rückgang der traditionellen Fankultur und kritisierten die Kommerzialisierung des Fußballs. Wissenschaftler sprachen sich gegen die Ausrichtung des Fußballvereins als reines Marketinginstrument aus und bezeichneten die Entwicklung als „sportpolitisches Erdbeben im deutschen Fußball“.

Zahlreiche Vereine schlossen sich den öffentlichen Protesten an und sagten Testspiele wieder ab. Der Aufstieg von RB Leipzig in die zweite Deutsche Bundesliga führte sogar zu einer Kampagne mit dem Namen „Nein zu RB“. Zahlreiche Fans und Ultras führten rund um das Stadion von RB Leipzig Aktionen durch, um einer Akzeptanz von Red Bull entgegenzuwirken.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga nahm selbst Borussia Dortmund Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Verein ins Visier und kritisierte den Klub mehrfach öffentlich scharf. Er hatte sich bereits in der Vergangenheit öffentlich zum Thema SAP und TSG Hoffenheim zu Wort gemeldet und auch diese Verbindung kritisiert.

Doch alle Diskussionen änderten nichts an dem sportlichen Erfolg der Leipziger. Diese marschierten innerhalb weniger Jahre durch die Ligen und sind nun in ihrem dritten Bundesligajahr drauf und dran sich als dritte Kraft in Deutschland zu etablieren.

Die dritte Macht

Nach gerade einmal drei Saisonen in der Deutschen Fußball-Bundesliga ist RB Leipzig auf dem besten Weg seinen Status als Nummer drei im deutschen Fußball langfristig zu zementieren. Kurz vor dem Ende der laufenden Spielzeit ist das Duell um den nächsten Meister zwar noch nicht entschieden, doch Platz drei scheint für die Bullen sehr wahrscheinlich.

Auf Betway führt Bayern München bei den Bundesliga Wetten mit einer Siegquote von 1,30 (Stand 15.4.) die Wettfavoriten auf den Gewinn der Meisterschaft 2018/2019 klar an, lediglich der BVB hat noch Chancen. Doch die letzten drei Jahre von RB Leipzig haben bewiesen, dass das Potential, zur dritten Kraft aufzusteigen, ganz klar vorhanden ist.

Was den Verein ganz klar von anderen Vereinen unterscheidet, ist die Eigentümerstruktur und vor allem der unbedingte Wille in einigen Jahren die Meisterschale in Händen zu halten. Der 99%-Eigentümer von RB Leipzig ist bekannt dafür, seine sportlichen Ziele auch zu erreichen. Diese scheinen oftmals auf den ersten Blick unrealistisch, doch ein Blick in die Vergangenheit genügt, um zu erkennen, dass Red Bull seine Vorstellungen sehr oft umsetzen konnte.

Angst vor Veränderung?

Die Argumente der Gegner von RB Leipzig sind sachlich schwer nachvollziehbar. Schließlich ist nicht bekannt, dass Vereine, wie der BVB oder Bayern München auf millionenschwere Sponsoren verzichten, oder ihren Fans die Plätze im Stadion gratis zur Verfügung stellen. Auch diese Kaliber des deutschen Fußballs waren vor vielen Jahren neu im Spielgeschehen und haben sich ihren Status erst erarbeiten müssen.

Fakt ist, dass Red Bull mit dem Verein RB Leipzig nicht nur den ersten ostdeutschen Spitzenverein, sondern auch viele Arbeitsplätze in der Region geschaffen hat. Nur durch das stetige Wachstum großer und kleiner Unternehmen, wurde Leipzig zu einer der Städte mit der größten Wirtschaftskraft in der Region. Der Erfolg der Macher hinter den Kulissen gibt ihnen Recht. Das Heimstadion, die Red Bull Arena, wurde von Red Bull gekauft und soll weiter ausgebaut werden. Längst ist das Stadion auch Veranstaltungsort großer Konzerte, wie jener von Helene Fischer.

Red Bull agiert in seinen Sportdivisionen so, wie im Konzern selbst. Ein Ziel wird formuliert, die besten Personen für dessen Umsetzung engagiert und die dafür notwenigen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Erreichung der Ziele wird überprüft und das verantwortliche Personal so lange ausgetauscht, bis der Plan auf Schiene ist.

Diese Konsequenz in der Planung und Umsetzung ist in einer Branche, die oft von komplexen Vereinsstrukturen dominiert wird, neu und sorgt offenbar für Unbehagen. Dass Red Bull mit seiner Strategie Erfolg hat, steht außer Frage. Wer daran Zweifel hegt, kann sich ja bei Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel erkundigen. Er führte das ehemals kleine Formel 1 Team von Red Bull zum ersten von zahlreichen Weltmeistertiteln. (foto:pixabay.com)

2019-04-28



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