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Plauen feiert 30 Jahre Mauerfall

Mut der Vogtländer gewürdigt

 


Es war der Bürgermut 1989, der die Friedliche Revolution in Bewegung gesetzt hat. Plauen und die Partnerstadt Hof (seit 1987) haben in der Chronik der Ereignisse einen festen und bedeutenden Platz eingenommen. Am 9. November 2019 wurde dies in Hof und in Plauen mit einem Festakt offiziell gefeiert – 30 Jahre nach dem Fall der Mauer.

Höchster politischer Gast zur Gedenkfeier in Plauen im Vogtlandtheater war neben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Die Politiker würdigten den Mut der Menschen vor 30 Jahren in Plauen und im Vogtland.

9-November-2019-PlauenPlauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Hofs OB Dr. Harald Fichtner berichteten über ihre persönlichen Erlebnisse und Eindrücke vor 30 Jahren. In einer von Sven Böttger (MDR) moderierten Gesprächsrunde sind Zeitzeugen wie Detlev Braun und Steffen Kollwitz zu Wort gekommen. Das Philharmonische Orchester Plauen-Zwickau und die Hofer Symphoniker begleiteten den Abend musikalisch und spielten gemeinsam als Höhepunkt die Nationalhymne. Spitzenstadt.de war bei der Gedenkveranstaltung dabei und hat Ausschnitte in einer Dokumentation zusammengeschnitten.

Plauens Partnerstadt Hof hieß Botschaftszüge willkommen

Plauen und Hof verbindet seit 1987 eine Städtepartnerschaft, die durch die Friedliche Revolution und Grenzöffnung 1989 wieder intensiv gelebt werden kann. Beide Städte haben die damaligen Ereignisse hautnah berührt und nahmen in dieser Zeit eine besondere Rolle ein.

Alle Prager Botschaftszüge, die die Flüchtlinge Anfang Oktober durch die DDR nach Westdeutschland brachten, fuhren durch Plauen bevor sie in Hof den freien Westen erreichten. Dadurch verschärfte sich die politische Situation in der DDR, besonders auch in Plauen. Am 7. Oktober 1989 fand hier mit etwa 15 000 Menschen die erste große Demonstration auf dem Gebiet der damaligen DDR statt, die friedlich beendet wurde, bei der die Staatsmacht zurückweichen musste.

Hof war die erste Stadt, die die Botschaftszüge aus Prag mit den Flüchtlingen erreichten. Der 9. November – der Tag der Grenzöffnung - und die darauffolgenden Tage und Wochen brachten für die Region außergewöhnliche Veränderungen. Die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge und die spätere Auszahlung des Begrüßungsgeldes stellte die Stadt Hof vor enorme logistische und personelle Herausforderungen. (mar)

 

2019-11-10



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