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MAN Standort Plauen: Vieles spricht für Erhalt

Oberbürgermeister besucht Werk und prüft Möglichkeiten des Standorterhalts

 

Auf Einladung des Betriebsratsvorsitzenden Marcus Galle verschaffte sich Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer Mitte der Woche ein aktuelles Bild der Lage am MAN Standort in Plauen. Oberdorfer wollte vor allem wissen, welche Möglichkeiten bestehen, den Standort zu sichern, ihn möglichst sogar zu entwickeln, in jedem Fall aber fortzuführen.

 

MAN Bus Modification Center in Plauen

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, Betriebsratsvorsitzender Marcus Galle und Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger vor dem „Rohling“, einem MAN TGE.


Vieles spricht für den Erhalt des Standortes in Plauen. Ein starkes Indiz dafür ist die Motivation der Belegschaft. Auf Nachfrage informierte Marcus Galle, dass dem Angebot für einen Wechsel zu VW in Zwickau lediglich 15 Prozent der Belegschaft gefolgt sind. Für den Oberbürgermeister ein sehr starkes Signal:

 

„Die Belegschaft hat den Standort nach 2014 wieder ganz nach vorn gebracht, die Menschen glauben an das Werk in Plauen und an die Produkte, die hier in bester Qualität und unter kostengünstigen Strukturen gefertigt werden. Der Standort ist ganz eindeutig zukunftsfähig.“


Das sieht der Betriebsratsvorsitzende vom MAN Standort Plauen nicht anders: „Die Frauen und Männer vor Ort, hier in Plauen, die erfolgreichen und vielfältigen kundenspezifischen Produkte, vor allem das umfassende Know-how der langjährig erfahren Mannschaft machen es möglich, den Standort Plauen weiter profitabel in die Zukunft zu steuern.“ Daneben interessierte sich der Oberbürgermeister auch für die aktuelle Produktion.  Aktuell liegen bereits 30 Bestellungen für das neueste Produkt, das MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug, vor. Die Mannschaft in Plauen wird diese termingerecht ausliefern.


Vor Ort werden aktuell vorrangig Reise- und Kleinbusse modifiziert sowie Kleintransporter den Kundenwünschen angepasst, aber auch PKWs kundenspezifischen Wünschen entsprechend umgebaut. Marcus Galle berichtet von einem stetig steigenden Auftragseingang und erläutert noch einmal: „Die Elektromobilität ist bei uns schon längst gelebte Fahrzeugtechnik, ist also nicht Neues sondern an sich seit langem tägliches Geschäft. Und ganz wichtig, das Modifikationsgeschäft ist technologieunabhängig! Wir bauen jedes Fahrzeug kundenspezifisch aus, egal, welchen Antrieb das Fahrzeug hat. Damit sind wir für die Zukunft gewappnet.“


Abschließend sicherte der Oberbürgermeister weiterhin seine volle Unterstützung zu: „Ich stehe mit dem Ministerpräsidenten im Kontakt, habe ihn auch schriftlich eingeladen nach Plauen zu kommen. Gerade mit dem MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug könnte der Standort Sachsen maßgeblich zur schnellen und umfassenden Eindämmung der Pandemie in Deutschland und darüber hinaus beitragen. Deswegen lohnt sich der Einsatz für den Standort unbedingt!“

 

Plauener bauen "Corona-Schnelltest-Mobil"

MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug

Die am Standort gefertigten Diagnostikfahrzeuge.

 

Durch die Zusammenarbeit mit Experten sind die Fahrzeuge nach höchsten medizinischen Standards ausgestattet. Ziel ist es mobil und flexibel neue Hotspots schnell zu erreichen. Dank der eingebauten Technik erhält man bereits nach 1 Stunde vor Ort die Testergebnisse. Effizient können dabei 500 Prüfergebnisse pro Fahrzeug und Tag erstellt werden. Jedes Diagnostikfahrzeug profitiert dabei von seinem eigenen Labor. Die Testergebnisse können automatisch vom Testgerät auf einen mobilen Computer übertragen werden. Somit ist es möglich, Berichte direkt aus dem MAN TGE heraus an die Gesundheitsbehörden zu übermitteln.

 

Für die Hausärzte stellt diese eine große Entlastung dar. Der Modifikationsanteil dieser Fahrzeuge umfasst dabei 16 Testgeräte Vivalytic One Analysers die in schwingungsarmen Rack-Systemen installiert sind. Um die hohen Hygienestandards einzuhalten, befindet sich in jedem Mobil ein Spender für Desinfektionsmittel, eine Spüle, ein berührungsloser Wasserhahn sowie ein Kühlschrank. Die an der seitlichen Schiebetür eingebaute elektrische Trittstufe ist für einen sicheren Einstieg beleuchtet. Um eine angenehme Atmosphäre im Innenraum herzustellen, wurde eine elektrische Klimatisierung inkl. Heizung im hinteren Bereich verbaut. Des Weiteren gehören ein Holzboden mit Spritzbeschichtung, Möbel als Lagerflächen sowie ein Bürostuhl mit Transportsicherung zu der Innenausstattung. Zur Aufnahme von Abstrichen ist eine geschlossene Markise vorgesehen, die nach 3 Seiten mit einer Zeltplane abgespannt ist. Eine Sondersignalanlage, LED Kreuzblitzer, Funkvorbereitung sowie eine auf der Anhängerkupplung montierte Gepäckbox runden die Ausstattung ab. (pl, mar, fotos: stadt plauen)

 

2020-11-12



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