Demos in Plauen enden mit Randale und Verletzten - www.spitzenstadt.de
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Demos in Plauen enden mit Randale und Verletzten

Polizei setzt Wasserwerfer und Pfefferspray ein

Die Kundgebungen und Demonstrationen am 1. Mai in Plauen sind mit Randalen und Verletzten zu Ende gegangen. Bei Auseinandersetzungen von Rechtsextremen und Linken sind mehrere Menschen verletzt worden. Den ganzen Tag herrschte Ausnahmezustand in der Stadt.

Feuer und Straßensperre in PlauenDemos in Plauen enden mit Randale und Verletzte Nach Angaben der Polizei waren jeweils rund 1000 Rechts- und Linksextreme auf der Straße unterwegs. Die Vereinigungen "Der III. Weg" und „Time to Act“ hatten unter anderem Aufzüge angemeldet. Mehrfach wurde die Polizei von beiden Seiten angegriffen. Nazis nutzten unter anderem Fahnenstangen als Schlagstöcke. Immer wieder flogen Flaschen und teilweise auch Steine.

Polizei mit 1000 Kräften im Einsatz

Sie Situation war kritisch. Die Polizei sprach von „massiven Gewaltausbruch“ und setzte zwei Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray ein. Insgesamt resultieren aus den Angriffen auf die Polizei sieben verletzte Beamte. Mehr als 1 000 Polizeibeamte haben im Einsatz gestanden, um für die Bevölkerung Plauens und die Teilnehmer der verschiedenen Kundgebungen und Aufzüge für Sicherheit zu sorgen.

Polizeisprecher Oliver Wurdak:


Polizei geht gegen Demonstranten vorDie Kundgebung der Linken ist darauf hin durch die Polizei aufgelöst worden. Schon am Vormittag gab es Zwischenfälle zwischen den Teilnehmern. Die rechte Demo war von den Organisatoren bereits davor beendet worden. Die Kundgebungsteilnehmer waren fast alle schwarz gekleidet und vermummt. Die Linken skandierten Sprüche wie "Wir sind die Mauer. Das Volk muss weg" und von Rechts hieß es "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen". Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland nach Plauen.

>> Fotostrecke: Der Tag in Plauen

Wie gewalttätig die Teilnehmer sind, zeigt dieses Video. Ein Mann schlägt mit einem Stativ eine Frau bewusstlos. Der Schläger soll der rechten Szene angehören. Inzwischen ist der Mann aus Sachsen von der Polizei ermittelt worden. Die Frau aus Berlin konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.


An der Gegenveranstaltung des "Runden Tisches für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" haben sich etwa 400 Menschen beteiligt. Insgesamt gab es drei Kundgebungen, zwei Mahnwachen und drei Aufzüge am 1. Mai in der Stadt. Eine ähnliche Situation gab es bereits 2014 in Plauen. Damals marschierten ebenfalls hunderte Nazis durch die Spitzenstadt. (mar/fotos:seb)

2016-05-01/2016-05-02



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