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Quo vadis Plauener Tourismus?

„Plauen ist noch nicht am Ende der Fahnenstange“, so die klare Aussage von Hagen Melzer. Er arbeitet bei der Projekt M GmbH, welche in Stuttgart, Lüneburg und Berlin ansässig ist und hat das neue Tourismuskonzept Plauens entwickelt. Die profilierte Firma betreut in Deutschland zahlreiche Städte bei der touristischen Vermarktung.

 

Ziel des langfristigen Konzeptes, das insgesamt 20000 Euro kostet, sei es den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu stärken, das Tourismusbewusstsein zu erhöhen und Netzwerke weiterzuentwickeln, so die noch unkonkrete Erklärung von Hagen Melzer im städtischen Wirtschaftsausschuss am vergangenen Montag. Man muss sich Leitziele setzen und „neuen Schwung“ bringen.

 

Langfristig sollen die Übernachtungszahlen in Plauen wieder steigen, damit auch Arbeitsplätze erhalten werden können. Seit 2003 sind die Übernachtungszahlen massiv gesunken, knapp 31,2 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet die Tourismusbranche in Plauen. 3,6% aller Arbeitsplätze in Plauen sind hier angesiedelt.

 

Hagen Melzer erklärte den Stadträten, dass die Tourismusbranche im Wandel sei. Durch die veränderten Familienstrukturen gibt es auch andere Zielgruppen. Auch die Maßstäbe werden internationaler, Plauen müsse sich nicht mit Zwickau messen, sondern über den Tellerrand hinausschauen. Die Stadt würde zurzeit vor allem auf der Durchreise mitgenommen. Die Strategie im Konzept für die Zukunft klingt relativ simpel. Man darf nicht vorhandene Märkte angreifen, sondern Alleinstellungsmerkmale herausheben. Plauener Spitze, e.o.plauen und das Wandern und Radfahren sollen zur besseren touristischen Vermarktung dienen. Zielgruppen sind vorwiegend die Kulturkenner und Kulturinteressierten, die „Best Agers“ (also Menschen ab dem 50. Lebensjahr), langfristig auch Familien und Jugendliche, sowie die Bustouristen.

 

Plauen ist laut der Analyse von Hagen Melzer zum jetzigen Zeitpunkt noch keine touristische Marke. Für was Plauen steht, sei unklar. Ist die Stadt eher jung und dynamisch oder eher wertekonservativ? Plauen habe nur eine Chance, das Thema Plauener Spitze authentisch zu vermarkten. Das geplante Zentrum für Spitze und Stickerei kann dabei nur der Anfang sein. Thematische Rundgänge und einiges mehr seien angedacht. Auch die „Heirat in Plauen“ mit der Anfertigung des Brautkleides bis hin zur Feier könnte man als Produkt verkaufen. Neben „Vater und Sohn“ von e.o.plauen und der besseren Profilierung der Wanderregion soll auch die Altstadt zum Erlebnisraum weiterentwickelt werden. So ist das Leitprojekt „Strand Mitte“ an der Elster mit Angeboten wie Beachvolleyball angedacht. Des Weiteren möchte die Projekt M GmbH ein einheitliches Marketing schaffen. So muss das Logo und der Slogan „echt spitze“ überdacht werden. CDU-Stadtrat Dirk Brückner bemängelte den schlechten Internetauftritt der Stadt, wo man nicht einmal auf einfachem Weg Übernachtungen buchen könne. Bei den meisten Stadträten stieß das Tourismuskonzept auf Zustimmung. Michael Rannacher von Bündnis 90/Die Grünen konstatierte: „Tourismus hatte bisher in Plauen wenig Lobby.“ Das müsse sich künftig stark verändern. (ce)

 

2009-09-09



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