Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum - www.spitzenstadt.de

Plauener gefragt:

"Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer ist seit zehn Jahren im Amt. Sind Sie mit seiner Arbeit zufrieden?"




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Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum

  Demo 1989 Am 7. Oktober 1989 kam es in Plauen zur ersten Großdemonstration auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, an der ca. 15.000 Menschen teilnahmen. Die Protestkundgebung hatte großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Friedlichen Revolution 1989/90.

 

Aus Anlass der 20-jährigen Wiederkehr dieses geschichtsträchtigen Ereignisses wollen die regionalen Service-Clubs – Kiwanis-, Rotary-, Soroptimist- und Lions-Clubs – mit Hilfe aller Interessierten ein Denkmal errichten. Es soll ein Denkmal für das mutige Volk werden, verständlich für Jedermann und von bleibendem Wert.

  050209 Denkmal “Nachdem sowohl Berlin als auch Leipzig für die Errichtung eines Denkmals vorgesehen sind und mit einer riesigen Summe von insgesamt 15 Mill. Euro unterstützt werden sollen, ist es an der Zeit auch den Plauener Beitrag zur Friedlichen Revolution zu würdigen“, so Wolfgang Sachs, Leiter der Projektgruppe, in der sich Mitglieder der genannten Clubs zusammengeschlossen haben.

In Gesprächen mit dem Landrat des Vogtlandkreises, Dr. Tassilo Lenk, Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Kulturamtsleiter Friedrich Reichel wurde Begeisterung gezeigt und aktive Mithilfe zugesichert. Der Standort des Denkmals wird am „Tunnel“ sein, dem zentralen Platz inmitten der Stadt Plauen. Genau auf diesem Platz haben sich am 7. Oktober 1989 15.000 mutige Menschen versammelt und den Beginn der Friedlichen Revolution in Plauen eingeleitet.

Ab sofort kann das Projekt „Wendedenkmal“ in Plauen auch durch Spenden unterstützt werden. Hierfür wurden folgende Konten eingerichtet:

Lionshilfswerk Plauen e.V.


Volksbank Vogtland
Konto-Nr.: 5052452009
BLZ: 87095824

Sparkasse Vogtland
Konto-Nr.: 3170102132
BLZ: 87058000

Die Initiatoren sind für finanzielle Unterstützung sehr dankbar. Bei Überweisungen geben Sie bitte den Verwendungszweck „Wendedenkmal in Plauen“ an. Auf Wunsch werden selbstverständlich auch Spendenquittungen erstellt.

Ansprechpartner:

 

Wolfgang Sachs

Lions-Club Plauen

Tel./Fax: 0049-(0)3741-522411

 

Dietrich Albert

Lions-Club Plauen

Tel: 0049-(0)3741-201432

28.02.2009



Kommentar von Peter Gemeinhardt, heute Offenbach/Main am 07.01.2010; 23:29:09 Uhr

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Durch zufälliges Surfen im Internet bin ich auf die obige Diskussion gestoßen. Da ich einen Kommentar meines Sohnes entdeckte, von dem ich nichts wußte, muß ich auch mal meinen Senf dazu geben:

Auch ich wurde in Plauen geboren (1946) und bin trotz der heutigen Entfernung im Herzen Plauener und Vogtländer, was ich auch immer gegenüber meinen Gesprächspartnern betone. Schließlich habe ich meinen Plauener Dialekt nicht ganz verloren. Allerdings mußte ich feststellen, daß die "Wessis" kaum wissen, wo das Vogtland liegt. Aber darum geht es mir nicht.

Ich habe bereits 1983 über Ausreiseantrag die DDR verlassen. Meinem Sohn habe ich damals allerdings damit den Weg zu einem Studium verbaut. Im Fernsehen verfolgte ich die Vorgänge nach dem 7.10.1989, allerdings war von Plauen selten die Rede. Dennoch wußte ich aus Briefen, was ablief. Mein Sohn Thomas erzählte mir später, was er oben beschrieb. Ich weiß nicht, ob ich damals, wenn ich in Plauen gewesen wäre, den Mut besessen hätte, in vorderster Reihe mit meinem Sohn und meinem Freund Roland Albert aus Altensalz zu stehen. Aber ich bin stolz auf beide, die für mich und für sich und für alle guten Deutschen in Ost, aber auch in West, in vorderster Front die DDR letztendlich gestürzt haben. Wenn ich die Bilder im Wendebuch und anderswo sehe, habe ich immer Tränen in den Augen, vor Stolz, vor Freude und auch vor Scham, weil ich die Abstimmung mit den Füßen vorgenommen habe, gegangen bin, also gekniffen habe.

Allerdings mußte ich nach Einsicht in meine Stasi-Akte feststellen, daß ich keinen Tag zu früh gegangen bin. Meine Verhaftung stand unmittelbar bevor!

Menschen, wie mein Freund Roland, mein Sohn Thomas, Superintendent Thomas Küttler, die alte Frau, die die Filme mit ihren Aufnahmen in den Westen schmuggelte, damit alle Welt sehen konnte, was war (ihren Namen habe ich leider vergessen), die Mitglieder der Gruppe der 20 und alle Demonstranten, die in friedlicher Absicht 23 mal den "Plauener Ring" schlossen, sollten ein würdiges Denkmal in Plauen bekommen. Unbedingt! Ich werde bei jedem meiner (leider seltenen) Besuche in Plauen ihnen zu Ehren dort Blumen niederlegen! Versprochen! Eine kleine Spende habe ich gegeben, damit es Realität wird!

Ich bin stolz auf "meine" Plauener und habe das auch bei meinem ersten Besuch in Plauen im Januar 1990 mit einem Spruch in der Heckscheibe meines Auto allen gezeigt.

Bei aller "Ostalgie", vergeßt nie, was uns die DDR-Machthaber angetan haben! Adenauer hat einst gesagt: "Wir wählen die Freiheit!" Verteidigen wir sie!

Ein Vogtländer und Plauener "im Außendienst"!

Peter Gemeinhardt

Kommentar von Hans B am 12.12.2009; 10:48:27 Uhr

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nein diese Tunnelpunxs.....

Kommentar von Denk mal! am 20.09.2009; 20:28:05 Uhr

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/155275.ein-denkmal-fuer-den-platz-im-geschichtsbuch.html

Aus der Sicht der Überregionalen Presse.

Im übrigen sind hier einige Sachbeiträge von mir nicht mehr zu finden. Schade!

Kommentar von Senator von Plauen am 25.08.2009; 19:48:17 Uhr

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die Wahlen im Internet zu verfolgen gibt es noch viele Linke Säcke in Plauen, gut zu wissen.....

Kommentar von ehemaliger Plauener am 16.08.2009; 08:50:41 Uhr

Kommentar zu Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum

Denkmal du warst doch bestimmt früher auch rot oder einer von der Stasi, wer solche überflüssigen Kommentare reinschreibt kann nur so ein Kunde sein.....

Kommentar von Thomas Gemeinhardt am 06.06.2009; 02:26:09 Uhr

Kommentar zu Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum

Eigentlich ist es nicht meine Art, an solchen "Diskussionsforen" teilzunehmen.
Aber aufgrund der doch hier sehr negativen Meinung eines Herrn/einer Frau "Denk mal!" sehe ich mich veranlasst, doch meinen Kommentar dazu zu geben.

Zunächst mal einiges vorweg:
Ich wurde 1965 in Plauen geboren, bin dort zur Schule gegangen und habe 3/4 meines bisherigen Lebens in der Spitzenstadt verbracht und seit je her urigst mit "meiner" Stadt verbunden.
Ich wohne zwar berufbedingt nicht mehr in Plauen, aber mittlerweile wieder im Vogtland.

Viele meiner Bekannten bewundern mein Wissen um und meine Hingabe zu Plauen.
Des Weiteren bin ich mit Leib und Seele Vogtländer, vertrete und betone dies immer wieder, ohne mich und meine Überzeugung je zu verleugnen, im Gegenteil!
Ich habe mir zum Auftrag gemacht, soweit es mir möglich ist, die vogtländische Kultur, die Sprache und das Wissen um das Vogtland zumindestens in Deutschland bekannter zu machen!!!
Wir Vogtländer sind nicht irgendwer, wir sind etwas ganz Besonderes!!!
Wie sagte mein Großvater immer: "Mir saan mir, aanere Leit sei Sei!"

Am 7.Oktober 1989 war ich live (wie man heute sagen würde) am Tunnel bei der ersten Demonstration gegen das SED-Regime mit dabei und stand plötzlich in der ersten Reihe vor dem Rathaus.
Ein damaliger Freund von mir (damals Kampftruppen-Mitglied) bekam den Einsatzbefehl, um das Rathaus "vor den Konterrevolutionären" zu verteidigen. Die Kampftruppe stand Gewehr im Anschlag in der Eingangshalle zum Rathaus.
Auf eine spätere Anfrage meinerseits gab er kleinlaut zu, dass er hätte schiessen müssen(!!!) und dies auch getan hätte, glücklicherweise kam es nicht dazu.

Ich habe gesehen, was die Stasi und die VoPos aufgefahren hatten, um diese Demonstration aufzulösen!
Was ihnen dann ja nochweislich nicht gelungen ist!!!

Plakate wurden den Demonstranten aus den Händen gerissen, "Wasserwerfer" (Löschfahrzeuge der Feuerwehr) wurden aufgefahren und die VoPos hatten eine Absperrung oberhalb des Rathauses eingerichtet.
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr richtete seinen Wasserstrahl auf die Passanten und warf dabei einen Kinderwagen um, das Kleinkind darin wurde auf das Strassenplaster geworfen.
Daraufhin entzürnte sich der Unmut der Bevölkerung dermaßen, dass aus einer "kleinen" eine große Revolte wurde.
Der Unmut der Bevölkerung entludt sich schlagartig und die Menschenmassen begaben sich Richtung Rathaus.

Dort wurde die Masse von den VoPos aufgehalten, daraufhin ging der Marsch erst- und einmalig die Bahnhofstrasse hinauf.
Die Demos an den anderen Samstagen gingen ja dann in die andere Richtung, also die Neundorfer Straße hinauf.

Ein Hubschrauber kreiste so tief über dem Tunnel (damals noch Otto-Grotewohl-Platz), das man das Antlitz des Piloten sehen konnte.

Ich möchte nachdrücklich daraufhin weisen, dass in Plauen die erste Demonstration gegen das SED-Regime stattgefunden hat!!!
Leipzig, Dresden und andere Städte haben erst später nachgezogen!!!

In den Medien wird allerdings nie etwas davon erwähnt.

Wir Plauener haben den entscheidenden Anstoß zu dieser Revolution gegeben und ich war dabei!

@Denk mal!:
Jede Revolution frisst ihre Kinder, dass war schon immer so! Aber deswegen ein Vorhaben des Plauener Stadtrates bezüglich eines Denkmals miesepetrisch zu machen ist niemals im Sinne derer, die damals diese Revolution ausgelöst haben.

Ich unterstütze ausdrücklich die Errichtung dieses Denkmals!!!
Auch wenn ich selbst zu den "Benachteiligten" dieser Revolution gehöre.

Nichtsdestotrotz, ich bin und bleibe verdammt stolz auf "unsere" Plauener!!!
Wir waren die Ersten und wir werden niemals die Letzten sein.

Denkt mal drüber nach und besinnt euch!
In diesem Sinne.

Ein immer treuer Vogtländer/Plauener
Thomas

Kommentar von Denk mal! am 16.02.2009; 19:26:31 Uhr

Kommentar zu Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum

Wieder ein Revolutionsdenkmal für eine gescheiterte Revolution in Deutschland. Schade das die Menschen sich so schnell entmutigen liesen. Von der Einheitspartei zum Einheitsstaat war es doch nur ein kurzer Weg. Schade um diese verlorene Revolution.

Kommentar von Rudolf Helgert am 07.02.2009; 14:52:32 Uhr

Kommentar zu Plauen bekommt doch Einheits- und Wendedenkmal im Stadtzentrum

Endlich findet sich ein geeignetes Gremium, eine Projektgruppe, welche die Verdienste der Stadt Plauen um die Einleitung der friedlichen Revolution öffentlich macht und der Nachwelt zur Kenntnis gibt. Das dafür vorgesehene Denkmal steht zu Recht in Plauen. Auch wir waren Teilnehmer der ersten Demo am 7. Oktober 1989. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an diesen trüben und kühlen Herbsttag, als wir Transparente die Bahnhofstraße herauf tragen sahen. (Wir wohnen am Albertplatz)
Hoffentlich werden die richtigen Worte als Inschrift gefunden, um die Entschlossenheit und auch die Ängste der Demonstranten zum Ausdruck zu bringen. Ich werde am 25.04.09 am geplanten Kolloquium versuchen teil zu nehmen.
Ich kenne Wolfgang Sachs persöhnlich, er ist der richtige Mann, um als Leiter der Projektgruppe zu fungieren. Auch werden wir unseren finanziellen Beitrag leisten, um dem Denkmal zum Erfolg zu verhelfen.

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